Airline-Deals beleben Tourismus in Thailand

Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit
Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit

BANGKOK: In einem Bestreben, den Tourismussektor weiter zu beleben, strebt die thailändische Tourismusbehörde (TAT) Partnerschaften mit mindestens elf internationalen Fluggesellschaften an. Diese Strategie zielt darauf ab, sowohl aufstrebende als auch etablierte Märkte in der zweiten Jahreshälfte zu stärken, wie Siripakorn Cheawsamoot, der stellvertretende Gouverneur der TAT für Europa, Afrika, den Nahen Osten sowie Nord- und Südamerika, erläutert.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 verzeichneten sechs aufstrebende Märkte, darunter Polen, Italien und Saudi-Arabien, beachtliche Zuwächse von bis zu 65,2 Prozent. Parallel dazu zeigten auch etablierte Märkte wie Frankreich, Deutschland und die USA positive Entwicklungen mit Zuwachsraten bis zu 38,7 Prozent.

Trotz der Erholung in vielen Bereichen gibt es nach wie vor Herausforderungen wie unzureichende Sitzplatzkapazitäten und hohe Flugpreise, die eine engere Zusammenarbeit mit den Fluglinien notwendig machen.

Die TAT plant, die Fluggesellschaften zu ermutigen, durch Urlaubspakete oder Sonderpreise für Langzeitreisende das Reisen nach Thailand attraktiver zu gestalten. Diese Bemühungen korrespondieren mit Thailands neuer Visapolitik, die längere Aufenthalte von bis zu 60 Tagen für Bürger aus 93 Ländern erlaubt.

Mehrere Fluggesellschaften haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Air Canada wird ab Oktober Direktflüge zwischen Vancouver und Bangkok anbieten, und Iberojet sowie Condor haben neue Direktflüge für den europäischen Winter geplant. Auch British Airways und Finnair erweitern ihr Angebot mit mehreren wöchentlichen Direktflügen ab Oktober bzw. November.

Die positive Entwicklung zeigt sich auch in neuen Verbindungen, wie etwa den Flügen von SCAT Airlines von Almaty nach Surat Thani und der geplanten Wiederaufnahme von Flügen durch Thai Airways und Thai AirAsia X.

„Die vergangenen Jahre waren schwierig für den Luftverkehrssektor, aber jetzt, da weltweit mehr Flugzeuge verfügbar sind, suchen die Fluggesellschaften nach Möglichkeiten zur Netzwerkerweiterung. Das macht es zum idealen Zeitpunkt für eine Partnerschaft mit Thailand, das weiterhin eine hohe touristische Nachfrage verzeichnet“, schließt Siripakorn seine Ausführungen.

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Trachsel Andi 12.06.24 12:40
Einfach mal eine Überlegung........
....fliegen diese Airlines alle "freiwillig" nach Thailand oder wird das von der TAT in "irgendeiner" Art tatkräftig unterstützt und werden dann als "Erfolg" verbucht? Es heisst ja "Airline-Deal"! Ich frage mich generell, wie viel Geld für solche Aktionen und (geplanten) Anlässe fliesst. Da war mal die Rede vom Tomorrowland und anderen grossen internationalen Anlässen. Die kommen ja sicher nicht nach Thailand, weil es ein schönes Touristenland ist. Würde mich mal interessieren, was die Formel 1 abkassiert, bevor sich dieser Zirkus überhaupt überlegt in Thailand aufzukreuzen. Es wurde ja kürzlich berichtet, dass bedauert wird, dass Taylor Swift nicht in Thailand aufgetreten ist. Aber sie war 6 Abende in Singapur - ganz einfach, die haben ihre mehr bezahlt. Ist eigentlich schon krank das ganze. Wie vom Vorgänger geschrieben - wo bleibt die Bevölkerung bei diesen Ausgaben.... Bildung, Wirtschaft, Infrastruktur?
Titus 11.06.24 13:40
@Ingo Keep
Kann ihren Äusserungen 100% Zustimmung geben. Es wird in der Tat langsam nervig die täglichen Berichte betreffend den ununterbrochenen Vorhersagen und Plänen der Regierung um noch mehr Touristen ins Land zu locken, welche dank der 60-tägigen Visafreiheit dementsprechend auch mehrere Milliarden Baht zusätzlich nach Thailand bringen sollen. Ob die Rechnung auch tatsächlich aufgehen wird, das muss sich erst noch zeigen.
Ingo Kerp 11.06.24 13:10
Ist der Tourismussektor der einzige Wirtschaftsfaktor in Thailand, um den sich alles dreht? Es vergeht kein Tag, an dem nicht über irgendeine Maßnahme berichtet wird, wie man mehr Touris nach Thailand locken kann, um denen soviel Geld wie moeglich abzunehmen. Wie wäre es, wenn man sich mit der gleichen Intensität um typisch thailändische Probleme kümmern würde. Da wären z.B. der Bildungssektor, die desolate Infrastruktur oder mal eine wirtschaftliche Linie festlegen, an die sich die Bürger und Investoren halten koennen, ohne das permanent neue Ideen produziert werden, die die Ankündigungen von gestern wieder über den Haufen werfen?