Airbus zurückhaltend zu Iran-Großauftrag

Ein im Jahr 2017 an Iran Air ausgelieferter Airbus A321. Foto: epa/Abedin Taherkenareh
Ein im Jahr 2017 an Iran Air ausgelieferter Airbus A321. Foto: epa/Abedin Taherkenareh

TOULOUSE (dpa) - Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat sich zurückhaltend über den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran geäußert. Das Unternehmen werde die Ankündigung zunächst untersuchen, teilte ein Airbus-Sprecher am Mittwoch auf dpa-Anfrage in Toulouse mit.

Airbus hatte Ende 2016 mit Iran Air einen Großauftrag über 98 Verkehrsflugzeuge abgeschlossen. Davon wurde eins bisher direkt ausgeliefert, wie der Sprecher sagte. Im Orderbuch des Unternehmens verblieben also 97 Airbus-Maschinen. Zwei Airbusse seien zudem über Leasingfirmen in den Iran gelangt.

«Wir untersuchen die Ankündigung sorgfältig und werden die nächsten Schritte prüfen - in Übereinstimmung mit unseren internen Grundsätzen und in vollständiger Einhaltung von Sanktionen und Regeln der Ausfuhrkontrolle», erklärte der Sprecher. Dies könne einige Zeit in Anspruch nehmen.

US-Präsident Donald Trump hatte den Rückzug aus dem Atomabkommen sowie neue Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Die EU will die Sanktionen aber ausgesetzt lassen. Sie dürfte versuchen, die wirtschaftlichen Folgen der US-Sanktionen für den Iran zu begrenzen.

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Leserkommentare

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Ingo Kerp 10.05.18 16:38
Die veralterte iranische Luftflotte muß ersetzt werden. Wenn es jetzt, der Trumpschen Drohung wegen nicht zu einem Deal mit Airbus kommt, gibt es natürlich auch keinen für Boeing. Die Russen werden es dem Trump dann danken, wenn ihnen der Riesenauftrag in den Schoß fällt.