Erster Großkunde für umbenannten Bombardier-Jet

JetBlue-Maschinen auf dem Ronald Reagan Washington National Airport in Arlington, Virginia, USA. Foto: epa/Michael Reynolds
JetBlue-Maschinen auf dem Ronald Reagan Washington National Airport in Arlington, Virginia, USA. Foto: epa/Michael Reynolds

TOULOUSE/NEW YORK (dpa) - Kaum hat Airbus den von Bombardier übernommenen Mittelstreckenjet umgetauft, winkt der erste Großauftrag. Die US-Fluggesellschaft JetBlue will 60 Exemplare des neuen Airbus A220 kaufen, wie der Flugzeugbauer in der Nacht zum Mittwoch in Toulouse mitteilte. In dem Vorvertrag legt sich JetBlue auf die größere Version A220-300 fest. Die vom kanadischen Flugzeugbauer Bombardier als Teil der C-Serie entwickelte Maschine wurde bisher als CS-300 vermarktet.

Airbus hatte Anfang Juli die Mehrheit an dem C-Serie-Programm übernommen und den Flieger am Dienstag offiziell in Airbus A220 umbenannt. Der Auftrag von JetBlue hat laut Preisliste einen Gesamtwert von 5,4 Milliarden US-Dollar (4,6 Mrd Euro). Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Rabatte üblich.

JetBlue nutzte die Gelegenheit, um einen bestehenden Auftrag über 25 Mittelstreckenjets der A320neo-Reihe auf die längere Version A321neo umzuschreiben. Angetrieben werden diese Maschinen wie bei die neue A220 von den Getriebefan-Antrieben der United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney, an denen auch der Münchner Triebwerksbauer MTU mitarbeitet.

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Leserkommentare

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Ingo Kerp 12.07.18 14:59
Das ist aber nicht "America first" bei JetBlue. Zuerst fällt Harley-Davidson dem Trump in den Rücken und produziert im Ausland, so, wie seine Tochter Ivanka in China produzieren läßt und jetzt JetBlue. Statt bei Boeing einzukaufen, kaufen die bei Airbus.