Afrikanische Union verurteilt Angriffe in Burkina

Foto: Twitter/@itsdavidmaina
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OUAGADOUGOU/ADDIS ABEBA (dpa) - Die Afrikanische Union (AU) hat zwei Angriffe in Burkina Faso mit mindestens 29 Toten verurteilt. Sie seien das jüngste Anzeichen dafür, wie ernst die Bedrohung des Terrorismus in der Sahelzone sei, teilte AU-Kommissionschef Moussa Faki Mahamat in einer Mitteilung am Dienstag mit.

Am Sonntag hatten dem Informationsministerium in Burkina Faso zufolge «Terroristen» einen Lebensmittelkonvoi in der Provinz Sanmatenga im Norden des Landes angegriffen und 14 Menschen getötet. Unweit davon war am selben Tag ein Lastwagen über einen Sprengsatz gefahren, dabei wurden demnach mindestens 15 Menschen getötet und sechs weitere verletzt. Wer hinter den Angriffen steckte, war zunächst unklar.

Mahamat rief zu mehr internationaler Hilfe für den Anti-Terrorkampf in der Region auf. Vor allem müsse die Regionalorganisation G5-Sahel, der Burkina Faso, Mali, Niger, Mauretanien und Tschad angehören, mehr unterstützt werden, hieß es in der Mitteilung.

In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben dem Islamischen Staat oder Al-Kaida die Treue geschworen. Vor allem in Mali kommt es immer wieder zu Angriffen und Anschlägen sowie in den angrenzenden Ländern Burkina Faso und Niger. In Mali beteiligen sich 1.000 Bundeswehrsoldaten an einer UN-Mission.

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TheO Swisshai 14.09.19 11:26
@Dracomir Pires / Falsche Worte
Was genau ist an "Terrorismus" verharmlosend ? Ist Terror, der von Christen oder sonstigen Nichtmoslems ausgeht, etwa harmloser ? Waren die Anschläge z.B. der IRA auch kein Terrorismus und handelte es sich bei der Gefahr ums Christentum ? ETA , RAF, / Breivik, religiös motivierte Terroranschläge auf Moslems in Schweden, Neuseeland, USA, bei diesem Terrorismus kann man ja auch nicht sagen, die Gefahr geht von den Christen aus, nur weil diese Terroristen christlich getauft und erzogen wurden. Religiöse Fanatiker und /oder Links-Rechts-Extremisten, gibt es in/ bei allen Religionen. 99,9% aller Moslems sind nicht gefährlich und keine Terroristen, genauso wie es 99,9% aller Christen nicht sind. Gewalt und Terror aufgrund unterschiedlichen Glaubens, gab es schon lange bevor es den Islam oder das Christentum gab. Die wirkliche Gefahr geht von den Leuten aus, die andere Menschen wegen Ihrer Religion oder Rasse verurteilen und schlecht machen. Wenn wie Sie jemand sagt: "Die Gefahr geht vom Islam aus" , ist das genauso daneben und falsch, wie wenn jemand sagt : " Die Gefahr geht von den Juden aus" , oder ; "Die Gefahr geht von den Schwarzen aus" ! Das verstehen Sie aber schon, oder ?
Dracomir Pires 13.09.19 13:02
Terrorismus ist das falsche Wort
Bei der Gefahr handelt es sich eindeutig um den Islamismus. Viele Politiker, Regierungen und Medien sprechen aber verharmlosend und viel zu allgemein von "Terrorismus", um davon abzulenken, dass es sich um eine weltweite Gewalt handelt, die vom Islam ausgeht.