Aer Lingus streicht Flüge wegen Streits mit Piloten

Eine Maschine der Aer Lingus hebt auf dem internationalen Flughafen Frankfurt ab. Foto: epa/Armando Babani
Eine Maschine der Aer Lingus hebt auf dem internationalen Flughafen Frankfurt ab. Foto: epa/Armando Babani

DUBLIN: Dienst nach Vorschrift: Um ihre Forderung nach deutlich mehr Lohn zu unterstreichen, wollen Aer-Lingus-Piloten vorerst keine Überstunden mehr machen. Das trifft auch Verbindungen nach Deutschland.

Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus sagt von kommender Woche an Dutzende Flüge ab. Hintergrund ist ein Tarifstreit mit den Piloten. Gestrichen werden auch Verbindungen nach Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt sowie nach Genf und Wien, wie die Zeitung «Irish Times» am Freitag berichtete.

Die Piloten wollen von kommendem Mittwoch an unbefristet nur Dienst nach Vorschrift machen, ohne Überstunden. Am 29. Juni wollen sie zudem für acht Stunden komplett die Arbeit niederlegen.

Die Piloten fordern 24 Prozent mehr Lohn. Damit wird nach Angaben der Gewerkschaft Irish Air Line Pilots' Association die Inflation seit der jüngsten Gehaltserhöhung 2019 ausgeglichen. Das Unternehmen weist die Forderung zurück.

Von Mittwoch bis Sonntag würden jeden Tag 24 Flüge abgesagt, teilte die Fluggesellschaft in der irischen Hauptstadt mit. «Dies betrifft etwa 4000 Kunden pro Tag und 20.000 Kunden im Verlauf der fünf Tage», erläuterte Aer Lingus. «Die Anzahl der Stornierungen liegt derzeit am unteren Ende der Spanne von 10 bis 20 Prozent.» Allerdings könne es zu zusätzlichen Stornierungen kommen.

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