Abe schickt zu Kriegsgedenken Opfergabe an umstrittenen Schrein

Foto: epa/Jiji
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TOKIO (dpa) - Japans Regierungschef Shinzo Abe hat zum Gedenken an die Kapitulation seines Landes im Zweiten Weltkrieg vor 74 Jahren dem umstrittenen Yasukuni-Schrein eine Opfergabe zukommen lassen.

Das berichteten japanische Medien am Donnerstag. In dem Shinto-Heiligtum im Herzen Tokios wird der in Kriegen für das japanische Kaiserreich Gestorbenen gedacht - unter ihnen sind auch verurteilte und hingerichtete Kriegsverbrecher. Abe hatte den Schrein zuletzt im Dezember 2013 besucht und damit damals scharfe Kritik ausgelöst. Seither beließ es der Rechtskonservative bei Opfergaben.

Besuche japanischer Politiker und Opfergaben im Yasukuni-Schrein in Tokio lösten in der Vergangenheit immer wieder Spannungen mit China sowie Südkorea aus, gegen die Japans Aggressionen im Zweiten Weltkrieg gerichtet waren. Die Beziehungen zu China haben sich jedoch zuletzt verbessert. Die Beziehungen zum Nachbarn Südkorea sind indessen auf einem Tiefpunkt angelangt. Hintergrund ist ein Disput über die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während Japans Kolonialherrschaft (1910 bis 1945). Daraufhin kam es zu einem erbitterten Handelsstreit zwischen den Nachbarn, der weiter andauert.

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