55 Thais in Südkorea verschwunden

Foto: The Nation
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BANGKOK/SEOUL: Südkoreanische Einwanderungsbeamte erklärten am Sonntag, dass sie 55 der 280 thailändischen Touristen, die Anfang dieser Woche über die Insel Jeju ins Land gereist waren, nicht aufspüren konnten.

Von den 697 thailändischen Staatsangehörigen, die zwischen Dienstag und Freitag per Direktflug der Jeju Airlines auf die Insel gekommen waren, wurde 417 die Einreise verweigert und sie wurden nach Hause geflogen, teilte die Einwanderungsbehörde von Jeju mit.

Von den 280 Thais, die im Rahmen eines dreitägigen Tourismuspakets eingereist waren, seien 55 verschwunden, so die Beamten, und die Einwanderungsbehörde versuche herauszufinden, wohin sie gegangen seien.

Die Behörden gaben an, dass 367 der 697 thailändischen Touristen zuvor die Einreise im Rahmen des koreanischen Systems der elektronischen Reisegenehmigung (K-ETA) verweigert worden war. Thailändische Besucher ziehen es vor, über Jeju nach Südkorea einzureisen, da sie dort das K-ETA-Verfahren nicht durchlaufen müssen.

Im Rahmen der K-ETA-Regelung müssen Bürger aus 112 Ländern, die von der Visumspflicht befreit sind, darunter auch Thailand, vor ihrer Reise online eine ETA beantragen.

Die Regierung in Seoul hat jedoch ausländische Ankömmlinge am internationalen Flughafen Jeju von der Vorlage von K-ETA-Dokumenten befreit, da Jeju ein beliebtes Touristenziel ist.

Das südkoreanische Justizministerium erklärte kürzlich, dass es darauf drängt, das K-ETA-System auch auf der Insel Jeju anzuwenden.

Das Land hat seit langem ein Problem mit illegalen Arbeitsmigranten, insbesondere Thais. Sie reisen in der Regel als Touristen nach Südkorea ein, nehmen aber illegale Jobs als Arbeiter an, mit denen sie bis zu 60.000 Baht im Monat verdienen können.

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