22-jähriger Student von Kommilitonen zu Tode geprügelt

Foto: The Thaiger
Foto: The Thaiger

NAKHON RATCHASIMA: Eine Gruppe Studenten der Rajamangala University of Technology Tawan-ok soll einen 22-jährigen Ingenieurstudenten zu Tode geprügelt haben. Die Polizei hat beim Strafgerichtshof Haftbefehle für 12 beteiligte junge Männer beantragt.

Am 27. Mai zeigen die Aufnahmen einer Überwachungskamera, wie der 22-jährige Student gegen 20 Uhr mit einer Gruppe von Freunden ein Gebäude auf dem Uthenthawai-Campus der Universität betritt. Eine Stunde später wird er aus dem Gebäude getragen und scheint verletzt zu sein. Der Student wurde in das Krankenhaus Hua Chiew gebracht und später in das Hospital Maharat Nakhon Ratchasima verlegt. Der junge Mann stirbt am 5. Juni, nach Angaben der Ärzte an einer Lungenembolie.

Ältere Studenten an der Universität hatten offenbar ein Treffen mit dem Studenten des zweiten Studienjahres einberufen, um über Schikanen gegenüber Studenten des ersten Jahres zu sprechen. Die Polizei sagt, die älteren Studenten hätten ihn zur Strafe getreten. Die 12 Studenten werden von der Universität verwiesen.

Die 57 Jahre alte Mutter des Verstorbenen sagte gegenüber Reportern: „Ich möchte, dass die Polizei den Fall sofort untersucht und meinem Sohn Gerechtigkeit widerfahren lässt. Alles kann verziehen werden, wenn die älteren Studenten ihre Schuld zugeben."

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Frank Matthias 11.06.21 18:00
Mord
Das ist kein Inauguratiosbrauch, das erfüllt für mich die Merkmale des Mords.
Geplant und heimtückisch.
aurel aurelis 11.06.21 16:00
Student von Kommilitonen zu Tode geprügelt
Es gibt Initiationsbräuche vielfach. Die mit langer Tradition können hart sein. Sie haben aber strenge Regeln, damit niemand zu Schaden kommt. Die mir bekannten thailändischen Studenten oder Studierten litten einfach unter Arbeitsmangel. 8 Semester, also 4 Jahre + bis zu einem Jahr für die Thesis für einen Bachelor in Kommunikationswissenschaften sorgt für maßlose Langweile. Meine Tochter hat für den Dipl. Ing. (heute Master) im Bauwesen 8 Semester. Dazu gehörten 7 Monate für die Diplomarbeit. Sie hat sie in Kanada in Englisch erarbeitet und geschrieben. Arbeitende und ordentlich erzogene Jugendliche haben einfach keine Zeit und Lust für Menschen verachtende Bräuche.
In meiner Zeit in einer einzigartigen Eliteeinheit gab es keine solchen Initiationsbräuche. Auch Übergriffe durch Vorgesetzte waren verpönt und wurden bestraft. Es gab den “heiligen Geist“. Er kam zu Kameraden schadenden Kameraden nachts unter der Decke im Beck. Bedingung war, dass er am Morgen am 5 – 8 km langen Lauf vor dem Frühstück nicht behindert war.
Carl Weber 11.06.21 11:10
Unwürdige Tradition
Die Tradition Erstsemester an Universitäten oder auch Neuklassen bei höheren Schulen körperlich zu drangsalieren ist für eine Universität oder andere Bildungseinrichtungen exrem unwürdig und primitiv. Es gibt durchaus z.B. beim Militär auch in D ähnliche Gebräuche, aber sich nicht an einer Stätte, die den Focus auf geistige Spitzenleistungen legt.