Malaysias Ex-Premier fechtet Verurteilung weiter an

​1MDB-Skandal 

Der frühere malaysische Premierminister Najib Razak legt Berufung gegen seine Verurteilung im Zusammenhang mit der 1MDB ein. Foto: epa/Ahmad Yusni
Der frühere malaysische Premierminister Najib Razak legt Berufung gegen seine Verurteilung im Zusammenhang mit der 1MDB ein. Foto: epa/Ahmad Yusni

KUALA LUMPUR: Der in einem Korruptionsverfahren zu zwölf Jahren Haft verurteilte frühere malaysische Ministerpräsident Najib Razak will das Urteil weiter anfechten. Er legte jetzt beim Bundesgericht des Landes Berufung gegen das Urteil ein, wie er am Donnerstag erklärte. Erst am Mittwoch hatte ein Berufungsgericht das Urteil vom Juli 2020 bestätigt. Der 68 Jahre alte Ex-Regierungschef war im ersten von mehreren Korruptionsverfahren in allen sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Dem Politiker, der von 2009 bis 2018 im Amt war, wurden Machtmissbrauch, Untreue und Geldwäsche vorgeworfen.

Das Bundesgericht ist das höchste Gericht Malaysias und somit die letzte Instanz, an die Najib sich wenden kann. Auf Facebook schrieb er: «Ich glaube, der Gerechtigkeit wird Genüge getan werden.»

Bei dem Verfahren ging es um 42 Millionen Ringgit (rund 9,3 Millionen Euro), die aus dem Staatsfonds 1Malaysia Development Berhad (1MDB) abgezweigt und auf das Privatkonto Najibs geleitet worden sein sollen. Er muss zudem rund 44 Millionen Euro Strafe zahlen - auch dieses Urteil war von den Richtern am Mittwoch aufrechterhalten worden. Bislang ist Najib auf Kaution auf freiem Fuß.

Najib hatte als Finanzminister 1MDB mitaufgebaut. Er hatte stets jegliches Fehlverhalten zurückgewiesen und betont, er sei von betrügerischen Finanzberatern in die Irre geführt worden.

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