Illegale Substanzen: Rekordfund in Port Klang

95 Millionen Captagon-Tabletten beschlagnahmt

Malaysias Zollbeamte ordnen Eramin-5-Drogen, die in einem Container gefunden wurden, vor einer Medienkonferenz in Port Klang. Foto: epa/Ahmad Yusni
Malaysias Zollbeamte ordnen Eramin-5-Drogen, die in einem Container gefunden wurden, vor einer Medienkonferenz in Port Klang. Foto: epa/Ahmad Yusni

KUALA LUMPUR: Rekord-Drogenfund in Malaysia: In Port Klang, dem größten Seehafen des Landes, entdeckten die Behörden fast 95 Millionen Captagon-Tabletten mit einem Gewicht von 16 Tonnen. Die Pillen hätten einen Wert von etwa 5,2 Milliarden Malaysischen Ringgit (rund eine Milliarde Euro), teilte die örtliche Zollbehörde am Dienstag mit. Damit handele es sich um die größte je in dem Land beschlagnahmte Menge Drogen.

Die Pillen wurden in Schiffscontainern entdeckt und seien aus dem Nahen Osten geliefert worden sein, sagte der Chef der Zollbehörde, Abdul Latif Abdul Kadir. Bislang sei niemand in Zusammenhang mit der Konfiszierung festgenommen worden. Drogenhändler riskieren in Malaysia die Todesstrafe.

Captagon ist der Markenname des Amphetamin-Derivats Fenetyllin, das seit 1986 von der UN in die Liste der gefährlichen Drogen aufgenommen wurde. Früher wurde Captagon auch als Dopingmittel eingesetzt. Heute ist das Aufputschmittel eine beliebte Droge speziell im Nahen Osten.

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Rene Meyer 26.03.21 17:22
@Theo
Nein, das ist nicht seltsam. Dies greift nahtlos in viele andere Fälle, bei denen das „Geld regiert die Welt“ angewendet werden kann. Zudem schreibt R.A. davon, dass DIE VERANTWORTLICHEN nicht gefunden werden sollten. Ich zähle die kleinen Transporteure nicht zu den Verantwortlichen!
TheO Swisshai 25.03.21 20:52
@Rene Meyer / Unschuldige
Es geht wohl mehr um die Unschuldigen, die immer wieder fälschlicherweise zum Tode verurteilt werden.

Ist Ihnen zum Beispiel noch nie aufgefallen, dass meistens die kleinen Fische zum Tode verurteilt werden aber praktisch kein Drogenboss? Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass je einer der grossen Anführer hingerichtet wurde. Seltsam nicht?
Rene Meyer 25.03.21 18:18
An R.A.
Dass aber diese Drogen für den Tod von tausenden von Menschen und auch hoher wirtschaftlicher Schaden entsteht, scheint Sie bei Ihren Überlegungen nicht zu stören. Viel mehr der Tod von ein paar Serienmördern..... Ich kann Ihrer Aussage nichts Positives abgewinnen.
Hansruedi Bütler 25.03.21 01:38
Drogen in diesen Mengen werden heute oft als
"Wirtschaftswaffen", gezielt eingesetzt.
Sind genügend Konsumenten betroffen, erliegt langsam aber sicher, mit der Zeit, die Wirtschaftsleistung eines Landes.
Auch hier gilt: folge der Spur des Geldes.
Rene Amiguet 24.03.21 15:14
Extrem
So ein gewaltiger Fund lässt die Dunkelziffer nur ahnen. Hoffentlich findet man die Verantwortlichen nicht, weil die Todesstrafe, legaler Mord, bei weiterem ein viel schlimmeres Verbrechen ist als Drogen schmuggeln.