125.000 Kubikmeter Abwässer fließen täglich ins Meer

Foto: Facebook / Thon Thamrongnawasawat
Foto: Facebook / Thon Thamrongnawasawat

PHUKET: Die Ferieninsel steuert einer Umweltkatastrophe entgegen, weil täglich bis zu 125.000 Kubikmeter Abwässer ungeklärt ins Meer fließen.

Der Marinewissenschaftler und Umweltschützer Thorn Thamrongnaswasdi von der Universität Kasetsart sieht in der zunehmenden Verschmutzung der See eine erhebliche Gefahr für das Meeresleben, aber auch für den Tourismus. In Phuket würden täglich 180.000 Kubikmeter Schmutzwasser anfallen, doch die vier Kläranlagen könnten nur bis zu 55.000 Kubikmeter bewältigen. Somit flössen 125.000 Kubikmeter Abwässer ins Meer. Zudem würden die Betreiber von sicherlich Zehntausenden Waschmaschinen mit Münzeinwurf entlang der Küste die Abwässer direkt in die See leiten. Zur Verschmutzung des Meeres trügen weiter Hotels bei, selbst luxuriöse Häuser.

Thorn schätzt, dass deren Abwasseraufkommen jedes Jahr um bis zu fünf Prozent zunimmt, berichtet „Thai PBS“. Der Wissenschaftler fordert die Provinzverwaltung auf, zu untersuchen, ob die vier Kläranlagen an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten.

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Leserkommentare

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Ingo Kerp 07.03.17 18:44
Abwässer und Müll
und kein Ende in Sicht. Irgendwann wird es dem Touristen zuviel beim Baden werden, wenn er nachmittags in dem Abwasser und Müll schwimmt, der am Morgen entsorgt wurde.
Sitting Bull 07.03.17 11:07
Nicht nur auf Phuket......
Das ist auf Samui, Koh Phangan und Koh Tao nicht anders. Entsorgungskonzepte beschraenken sich auf Aufhaeufung von Muell ausser Sicht und private Initiativen..... wenn ueberhaupt.
Hansruedi Bütler 07.03.17 11:06
"Die Ferieninsel steuert einer Umweltkatastrophe
entgegen", aber ausser bitten und Untersuchungen fordern, kann der Umweltschützer Thorn Thamrongnaswasdi auch nichts machen. Die Probleme sind auf höchster Ebene bekannt und wurden/werden seit Jahrzehnten wissentlich verschleppt. Was so viele Jahre lieblos vor sich her geschoben und von einer Regierung zur anderen weitergereicht wurde, lässt sich nur mit einem immensen Aufwand in den nächsten Jahren, wenn überhaupt, lösen! Dringlichste Massnahmen werden immer wieder auf fast allen Sektoren schöngeschwatzt und hochpolliert um sie im Meer der Vergessenheit zu entsorgen. Thais, die ihre Ausbildung ausserhalb TH getätigt haben und auch mehrere Jahre im Ausland lebten, sagen oft nach ihrer Rückkehr nach TH, dass Thailand so keine "echte" Chance hätte um die aufgestauten Probleme auch nur annähernd zu bewältigen. Hoffentlich wird das Land des Lächelns nicht zum Land des "Stinkelns"! Man stelle sich nur mal vor, dass die Jahrzehnte alten Unterlassungen/Investitionen eingefordert würden. Ohne fremde Hilfe würden die Preise in der Touristik explodieren. An Geld fehlt es nicht in TH, aber am Willen in die Zukunft zu investieren. Viele Tausend Milliarden wurden korruptiv verschoben ohne eine Wirkung zu hinterlassen. In Griechenland war es genau so. Es wurde alles ins Meer entsorgt. Damals hatte Europa mit Milliarden-Investitionen viele Inseln wieder flott gemacht.
Jürgen Franke 06.03.17 22:15
Es hätte mich auch gewundert,
warum das Meer nur in Pattaya von ungeklärtem Abwasser verdreckt wird. Warum eigentlich nicht auch in Phuket das Meer verdrecken? Dafür dürfen aber jetzt wieder Liegen am Strand von Patong aufgestellt werden.