1.800 alte Vans werden aus dem Verkehr gezogen

Minibusse warten auf Fahrgäste in Bangkok. Foto: The Nation
Minibusse warten auf Fahrgäste in Bangkok. Foto: The Nation

BANGKOK: Ende des Monats müssen rund 1.800 zehn Jahre alte Minibusse stillgelegt werden.

Das hat ein Komitee der Straßenverkehrsbehörde unter der Leitung von Oberst Sombat Thanyawan, stellvertretender Kommandeur der zweiten Kavallerie-Division, beschlossen. Danach dürfen die Betreiber von zehn Jahre alten Minibussen diese nicht mehr nutzen. Die Besitzer hatten den Ausschuss aufgefordert, nachsichtig zu sein und die Begrenzung auf 15 Jahre zu verlängern. Doch das Komitee entschied, dass ein Van nach einem Jahrzehnt für Passagiere fahruntauglich sei. Somit müssen 1.800 der 6.000 Minibusse in Bangkok außer Dienst gestellt werden. Ansonsten droht eine Geldstrafe zwischen 50.000 und 200.000 Baht.

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 16.09.18 14:27
Es ist schon eigenartig, dass bei vielen Themen,
die hier angeschnitten werden, reflexartig Vergleiche mit Deutschland herhalten müssen. Grundsätzlich sind die Taxifahrer in Deutschland Unternehmer, wenn sie nicht Angestellte eines Taxi-Unternehmens sind. Unternehmer haben in Deutschland Steuern zu zahlen, abzüglich ihrer Kosten. (Unkosten gibt es nicht). Dazu gehören auch die Fahrzeugkosten, ob geleast oder gekauft ist völlig nebensächlich. Wenn der Karren buchmäßig abgeschrieben ist, muss eben ein neuer her. Der Unterschied zu Thailand ist lediglich, dass der Fahrgast das zahlt, was am Ziel auf der Uhr steht.
Roman Müller 16.09.18 13:03
@Michael Meier
genau so ist es. Um 200000 Km auf den Tacho zu bekommen müsste ein Taxi im Schnitt täglich (365 Tage / Jahr) 547 Km abspulen. Das würde bei 3,10 Euro / Km tägliche Einnahmen von 1695 Euro bringen. Theoretisch. Denn von den gefahrenen Kilometern sind ein grosser Teil unbezahlte Leerfahrten die nichts ausser Kosten einbringen. Rechnet man alle Unkosten wie Treibstoff, Unterhalt, Leasingrate, Lohn und Lohnnebenkosten, Versicherungen, Miete für den Standplatz etc. ab, dann dürfte ein Taxi in Germany auch keine Goldgrube sein. Aber das alles geht sowieso am Thema vorbei. Was hat ein Taxi in Germany mit einem Minibus in Thailand gemeinsam. Richtig: Gar nichts. In Europa werden Autos ganz anders abgenutzt. Schnee, Eis, Salz etc., Autos halten sicherlich nicht so lange wie Autos hierzulande.
Michael Meier 16.09.18 12:38
taxi in germany
ich wollte mich eigentlich raushalten , aber weil ich mit einem taxiunternehmer befreundet bin muß ich doch einmischen . 1. nur wenige taxen schaffenn 200t km/jahr . 2. nur wenige kaufen die fahrzeuge , es wird fast nur noch geleast ! mein kumpel las eure kommentare und meinte : mann würde es mir gutgehen wenn meine 3 taxen bei der km-pauschale von 3,10€ so viel fahren würden !
Herbert Bender 15.09.18 22:57
Es existieren da viele falsche Informationen
Auch Taxis machen Flughafentransfers, Krankenfahrten, usw. die oft nur geringfügig an den Gestehungskosten liegen oder manches Mal sogar darunter. Wir hatten selbst ein Mietfahrzeug und Flughafentransfers angeboten, alle Fahrten lagen unter den Gestehungskosten weil nicht die Menge an Kilometern geschafft wurden die notwendig gewesen wären um den Preis pro Kilometer zu erreichen mit dem man noch in der Gewinnzone gewesen wäre. Solche längeren Fahrten werden auch im Taxibereich nicht mit 3,20 Euro pro Kilometern abgerechnet. Wir z.B. berechneten 190 Euro für einen Flughafentransfer nach Frankfurt (150 km einfach), inkl. wieder Abholung später bei der Landung, also 95 Euro pro Fahrt. Es gab aber Taxifahrer die boten das für 130 Euro an, wie uns absagende Kunden später berichteten. Das haben wir deshalb nach 2 Jahren aufgegeben. Man braucht jeden Tag richtig viel Kilometer damit das Auto sich lohnt. Selbst Fahrten zum niedersten Gestehungspreis helfen da weiter weil sie den gesamt gefahrenen Kilometerpreis senken.
Andreas Keasling 15.09.18 22:38
@herbert S.
Hallo Herbert, du hast richtig gerechnet. Das kommt auch hin mit unseren Taxis in Deutschland. Umgerechnet auf 3 jahre sind das die 600 tausend die in 3 Jahren auch in Deutschland zusammenkommen.