Nach Mord an Reporter erneut Gewalt gegen Journalist in Myanmar

Foto: epa/Nyein Chan Naing
Foto: epa/Nyein Chan Naing

RANGUN (dpa) - Wieder Gewalt gegen einen Journalisten im asiatischen Myanmar - Unbekannten haben einen Reporter überfallen und schwer verletzt. Vier Männer hätten ihn auf seinem Fahrrad in der Stadt Mandalay im Zentrum des Landes angehalten und mit Fäusten auf sein Gesicht eingeschlagen, berichtete Kyaw Thura Myo am Donnerstag in einem auf sozialen Medien veröffentlichten Video. «Laut der computertomographischen Aufnahme wurde sein Kopf schwer verletzt. Sein Gesicht ist übel zugerichtet», sagte Phyo Khaing Lat, ein Redaktionskollege des Opfers beim «Farmer Journal», der Deutschen Presse-Agentur.

Erst am Dienstag war die Leiche eines Journalisten mit Blutergüssen an Kopf und Gesicht in der Stadt Monywa, 130 Kilometer nordwestlich von Mandalay, aufgefunden worden. Der Familie des Opfers zufolge hatte der Journalist investigativ zu illegalen Karaoke-Bars recherchiert, die als Bordelle fungierten. Das Komitee zum Schutz von Journalisten CPJ verurteilte die Tat und forderte die Behörden des Landes zum Handeln auf. «In Myanmar etabliert sich eine Kultur der Straflosigkeit. Die Regierung sollte den Medien-Morden durch eine schnelle Strafverfolgung ein Ende setzen», sagte der örtliche CPJ-Vertreter Shawn Crispin in einer Stellungnahme am Dienstag.

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