Die meisten Tsunami-Alarmanlagen außer Betrieb

Foto: Phuket Gazette
Foto: Phuket Gazette

PHUKET: Mangels Wartung sind 80 Prozent der Alarmanlagen für einen Tsunami oder für anderweitige Katastrophen landesweit außer Betrieb.

Die Katastrophenschutzbehörde DDPM will die Alarmsysteme in den sechs Provinzen an der Andamanensee bis Ende Oktober wieder aktivieren. Laut dem stellvertretenden Direktor der DDPM Kobchai Boonyaorana würden bei einem Tsunami derzeit fünf der acht auf Türmen installierten Sirenen ausfallen. Aber alle vier für Durchsagen errichteten Anlagen seien betriebsbereit. In Phuket fielen 11 der 19 Alarmanlagen aus.

Dass die Anlagen nicht rechtzeitig repariert wurden, liegt nach Angeben der DDPM am Wechsel des Nationalen Katastrophenwarnzentrums vom ehemaligen ICT-Ministerium zum DDPM unter dem Innenministerium. Der Wechsel sei erst im November 2016 abgeschlossen worden. Inzwischen stünden Geld und Mitarbeiter für die Reparatur aller Systeme zur Verfügung. Landesweit gibt es 3.067 Katastrophenwarmsysteme.

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Leserkommentare

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Jörg Gäbler 01.08.17 06:12
Schlaue Regierungen
Sorgen dafür das Bildung und Gesundheit 100 % kostenlos ist . Sie Sorgen dafür das man sich nicht durch unendliche Grier das eigene Land zerstört.
Jürgen Franke 31.07.17 15:19
Auch diese Dinge, Beat Sigrist, meine ich
wenn ich schreibe, in Thailand in einem anderen Kulturkreis angekommen zu sein. Viele Dinge müssen hier zwangläufig mit anderen Augen gesehen werden. Obwohl ich mich bemühe, die Situation nicht ganz so kritisch zu sehen.
Beat Sigrist 31.07.17 08:22
Das Uebel an der Wurzel anpacken
wäre besser.Aber anscheinend ist es üblich in Thailand für viele Millionen Euro oder Dollars neue Techniken in Thailand zu bauen oder installieren.Aber leider will man oder kann man diese Bauten nicht unterhalten mangels Fachpersonal.Mit dieser Art zu versuchen das Land vorwärts zu bringen geht leider immer die Hosen.Man sollte auch mal die Courage haben und sagen können - wir brauchen Hilfe von Fachleuten aus dem Ausland um diese Installationen zu unterhalten und schon wären das Problem gelöst.Aber ich denke die Geste gehört in die Rubrik Gesichtsverlust und solange diese Gültigkeit hat wird es immer zu solchen Problemen hier kommen.
Jürgen Franke 30.07.17 17:49
Seit drei Tagen ist auch die Anlage in Patong
außer Betrieb. Es ist lediglich zu hoffen, dass jeder Besucher, die unübersehbare Vorwarnung, nämlich dass dramatisch zurückgehende Wasser, rechtzeitig erkennt. 2004 rettete mich lediglich die Bangla Road, die ich noch runterrennen konnte. Hinter mir kamen schon die Liegestühle und PKWs angeschwommen. Unser Bungalow war zerstört. Trotzdem sind wir bis zum Februar geblieben, da wir uns nicht in die Schlangen der Menschen einreihen wollten, die lediglich in Decken gehüllt, am Flughafen warteten, denn sie haben zwar auch überlebt aber alles verloren. Einschließlich Geld und Pässe.
Hans-Dieter Volkmann 30.07.17 14:35
Tsunami Warnanlagen
Eigentlich unentschuldbar, aber überrascht mich garnicht.