Zuckerbergs gute Vorsätze für 2018

Foto: epa/Lisa Hornak
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MENLO PARK (dpa) - Bisher hatten die jährlichen Ziele von Facebook-Chef Mark Zuckerberg (33) etwas mit Selbstverbesserung zu tun: 2018 will sich jedoch dringender Probleme des weltgrößte Online-Netzwerks annehmen.

«Die Welt fühlt sich verängstigt und geteilt an, und Facebook hat eine Menge Arbeit zu tun - ob es nun darum geht, unsere Gemeinschaft vor Beschimpfungen und Hass zu schützen, sich vor staatlicher Einmischung zu verteidigen oder dafür zu sorgen, dass die Zeit, die man bei Facebook verbringt, es wert ist», schrieb Zuckerberg.

Er habe es sich zur Aufgabe für 2018 gemacht, nach einer Lösung für diese Probleme zu suchen. «Wir werden nicht alle Fehler oder Missbrauch verhindern können, aber derzeit machen wir zu viele Fehler, wenn es darum geht, unsere Regeln umzusetzen und den Missbrauch unserer Plattform zu verhindern. Unter anderem wolle er sich damit befassen, wie dezentrale Technologien - wie zum Beispiel das Blockchain-Prinzip, das der Digitalwährung Bitcoin zugrunde liegt - bei Facebook zum Einsatz kommen könnten.

Die Politik macht seit Jahren Druck auf Facebook mit der Forderung, Hassbotschaften und Extremismus konsequenter zu bekämpfen. In Deutschland trat mit Jahresbeginn das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Kraft, das Online-Plattform vorschreibt, klar strafbare Inhalte binnen 24 Stunden zu löschen. Bei weniger eindeutigen Beiträgen haben sie eine Woche Zeit. Das Gesetz wird unter anderem dafür kritisiert, dass die Dienste selbst darüber entscheiden müssen, ob Inhalte rechtmäßig sind.

Im vergangenen Jahr hatte Zuckerberg sich das Ziel gesetzt, alle Bundesstaaten der USA zu besuchen - was von vielen als Hinweis auf seine politischen Ambitionen interpretiert wurde. Die Jahresaufgaben davor waren etwa, 365 Meilen zu joggen, 25 Bücher zu lesen, Chinesisch zu lernen oder nur die Tiere zu essen, die man selbst getötet hat.

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Leserkommentare

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LeO-Friedl Paierl 07.01.18 06:12
Nu denne,
mit voller Hose ist leicht stinken. Facebook ist ohnehin für die Füchse und verblödet nur. Aber mit der Blödheit der Klientel ist leider viel Knete zu machen und so wird nicht so sehr auf gute Manieren geschaut oder Antimobbing betrieben. Eigentlich schade, dass gewisse Werte durch solche sogenannte "Social Media" verloren gehen.