Weniger Opium-Anbauflächen

Foto: epa/Nyein Chan Naing
Foto: epa/Nyein Chan Naing

NAYPYIDAW (dpa) - In Myanmar ist die Opium-Produktion deutlich zurückgegangen. Ein Grund dafür ist die gesunkene Nachfrage nach Heroin und Opium in der Region bei zunehmender Beliebtheit von Metamphetaminen. Dies geht aus einer am Mittwoch in der Hauptstadt Naypyidaw veröffentlichten Studie der UN-Antidrogenbehörde UNODC hervor. Konflikte zwischen der Regierung und ethnischen Minderheiten erschwerten jedoch den Kampf gegen den Opium-Anbau.

Seit 2015 verringerte sich in dem Land die Anbaufläche für Schlafmohn, den Grundstoff für Opium und auch Heroin, den UN-Schätzungen zufolge um ein Viertel auf etwa 41.000 Hektar. 2017 wurden geschätzte 550 Tonnen Opium produziert. Das waren etwa 100 Tonnen - oder 14 Prozent - weniger als noch vor zwei Jahren. Der Rückgang in der Anbaufläche sei zum Teil durch höhere Erträge ausgeglichen worden, hieß es in dem Bericht.

Veränderungen im Drogenkonsum bei jungen Menschen in der Region sind der Anti-Drogenbehörde zufolge ein Grund für den Rückgang. Methamphetamine würden immer beliebter, die Nachfrage nach Heroin sinke.

Der Großteil der Anbauflächen befindet sich in den Verwaltungsgebieten Kachin und Shan. Zwei Prozent werden in Chin und Kayah angebaut, diese Staaten wurden in der UNODC-Studie nicht berücksichtigt. In Kachin und dem nördlichen Shan-Staat kämpfen Rebellengruppen gegen das Militär.

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