Weltwetterorganisation prüft rekordverdächtige Temperaturmessungen

Foto: epa/Ahmad Abdo
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GENF (dpa) - Hitzewellen sorgen auf der nördlichen Halbkugel seit Wochen für rekordverdächtige Temperaturen.

In der Stadt Ahwas im Iran wurden am 29. Juni 53,7 Grad gemessen, wie die Weltwetterorganisation (WMO) am Dienstag in Genf berichtete. Aus Turbat in Südwestpakistan wurden vor einigen Wochen 54 Grad gemeldet, ähnlich wie aus Mitrabah in Kuwait im Juli 2016. Experten untersuchten nun, ob diese Messungen nach wissenschaftlichen Standards erfolgten und als neue Rekorde für diese Regionen offiziell registriert werden.

In den USA sei der 20. Juni nach Angaben der US-Wetterbehörde NOAA besonders heiß gewesen: Las Vegas in Nevada habe mit 47,2 Grad eine ältere Rekordmarke erreicht, Needles in Kalifornien mit 51,7 Grad. In Phoenix in Arizona seien 48,3 Grad gemessen worden.

Die Hitzewellen träfen Regionen, die schon immer besonders heiß waren, aber der vom Menschen ausgelöste Klimawandel trage zu höheren Temperaturen und häufigeren Hitzewellen bei. «Wir rechnen damit, dass sich diese Erwärmung fortsetzt und es damit noch längere und heißere Hitzewellen gibt», sagte WMO-Pressesprecherin Clare Nullis.

Wie schon 2014 präsentiert die WMO zusammen mit Fernseh-Meteorologen in aller Welt demnächst fiktive Wetterberichte für Tage, die weit in der Zukunft liegen. Damals begrüßte ARD-Meteorologe Sven Plöger die Zuschauer zur Wettervorhersage für den 7. August 2050. Er zeigte beängstigende Sturmwolken, Temperaturen im Schwarzwald von 42 Grad und warnte vor Hagel mit einem Korndurchmesser von sieben bis neun Zentimetern. Der fiktive neue Wetterbericht für einen Sommertag im Jahr 2100, soll am 7. Juli unter anderem auf dem YouTube-Kanal der Weltwetterorganisation zu sehen sein. Er basiert wie der erste ebenfalls auf wissenschaftlichen Klimaszenarien.

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