Was ist aus Pattaya geworden?

Ein Leser vermisst sein „altes“ Pattaya:

Ich lebe jetzt seit 12 Jahren in Pattaya, doch was sich hier vor allem in den letzten 5 Jahren verändert hat, das geht doch auf keine Kuhhaut mehr. Wenn man mal zwei Monate einen Ort im „Seebad“ nicht gesehen hat, dann erkennt man ihn ja schon fast nicht mehr wieder. Es wird ein Condominium-Komplex nach dem anderen im Hauruck-Verfahren aus dem Boden gestampft, obwohl es doch schon genug Leerstand gibt. Bauruinen sind häufig die unübersehbare Folge. Außerdem werden die Straßen und Bürgersteige, sofern vorhanden, vollkommen vernachlässigt, obwohl der Verkehr ständig zunimmt, vor allem die dicken Busse. Nach dem regenreichen Jahr hat vieles sehr gelitten. Ich frage mich, wie das noch weitergehen soll. Auch das Publikum hat sich drastisch verändert, immer mehr Asiaten kommen hierher und alles wird ihnen angepasst. Früher gab es auch viele Probleme, aber die Grundstimmung war eben doch anders. Einige Farangs aus meinem Bekanntenkreis haben Pattaya in diesem Jahr den Rücken gekehrt und sind zurück in die Heimat, ins benachbarte Ausland oder aufs Land gezogen. Ich werde auch bald meine Koffer packen und in den Norden Thailands ziehen.

Franz Gongoll, Pattaya

Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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Leserkommentare

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Joerg Obermeier 03.01.18 09:08
Alles und Jeder ändert sich
Ob es einen gefällt oder nicht.
Juergen Below 01.01.18 17:47
Was ist aus Pattaya geworden
Da kann ich Herrn Gongoli nur zustimmen. Schon Ende der 90ger Jahre wurde über die unsinnige Bauwut diskutiert. Es ist aber nur schlimmer geworden. Auch im Straßenverkehr. Siehe den Unsinn in der Beachroad. Ich habe die Konsequenzen gezogen. Seit 2 Jahren überwinter ich auf den Philippinen. Und glauben Sie mir es lohnt sich. Trotzdem schade nach 33 Jahren Pattaya.
Jürgen Franke 01.01.18 01:22
Lieber Karl, Sie wollten zwar nicht jammern,
aber Ihr Kommentar ist an Deutlichkeit nicht zu überbieten. Es ist nicht nachvollziehbar, dass es für Personen, die hier eingeheiratet haben, keine Möglichkeit der Integration angeboten wird. Doch gehe ich davon aus, dass Sie diese Situation nicht überrascht hat. Sie sind hier nicht nur in einem anderen Kulturkreis gelandet, sondern hier gelten auch andere, den Europäer unbekannte und teilweise nicht unbedingt nachvollziehbare Gesetze. Aus diesem Grund hält sich auch mein Mitleid für die Farangs, die ihr Hab und Gut durch Unwissenheit oder Dummheit, wie Sie es schilderten, verloren haben, in Grenzen. Ich wünsche Ihnen, Ihre Hoffnungen nicht aufzugeben und für das kommende Jahr alles Gute.
Jürgen Franke 01.01.18 01:21
Herr Gongoll, es wird Sie zwar nicht trösten,
doch hätte ich einen Leserbrief gleichen Inhaltes über Patong schreiben können. Wir werden die negative Entwicklung Thailands nicht aufhalten können. Seit Patong vom Tsunami 2004 beinahe völlig zertrümmert wurde, hat sich diese Stadt offensichtlich zur Goldader entwickelt. Hier ist jede freie Fläche zugebaut worden, ohne Rücksicht auf die Infrastruktur. Der Straßenverkehr kollabiert jeden Tag. Stammgäste haben längst andere Länder entdeckt. Ich werde jedenfalls meine Koffer nicht packen, da ich noch eine angenehme Bleibe, fern des Trubels gefunden habe.
Hans Roland 01.01.18 01:19
Ein normaler Prozess....
War 1969 das erste Mal in Pattaya und Bkk.Es war wie aus einem Roman von Jack London.In Pattaya gab es das Nipa Lodge und nicht viel mehr.Oder Angkor.....eine handvoll Touristen.Von Vietiane nach Luang Prabang mit einer DC 3...! Penang,Singapur.....wenig Hochhäuser .Alles perdu. !