Trump fordert Saudis zu Humanität auf

 Jemenitische Kinder transportieren Trinkwasser in der Hauptstadt Sanaa. Foto: epa/Yahya Arhab
Jemenitische Kinder transportieren Trinkwasser in der Hauptstadt Sanaa. Foto: epa/Yahya Arhab

WASHINGTON (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat Saudi-Arabien unmissverständlich aufgefordert, uneingeschränkte humanitäre Hilfslieferungen in den Jemen zuzulassen. Die Menschen in dem Land bräuchten dringend Nahrung, Trinkwasser, Treibstoff und Arzneimittel. «Dies muss aus humanitären Gründen sofort passieren», heißt es in einer Stellungnahme des Präsidenten, die am Mittwoch in Washington verbreitet wurde. Das Weiße Haus hatte am 24. November die Ankündigung Saudi-Arabiens begrüßt, Häfen und Flughafen im Jemen für Hilfslieferungen öffnen zu wollen. Dem waren jedoch nicht ausreichend Taten gefolgt.

Saudi-Arabien hatte mit einer unter anderem von den USA gestützten Militärintervention reagiert, als 2015 pro-iranische Huthi-Rebellen die Macht über die Hauptstadt Sanaa übernahmen. Das Land schlingert seither immer weiter in eine humanitäre Katastrophe. Von den 27 Millionen Einwohner sind nach UN-Angaben zwei Drittel auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Allein in der Hauptstadt Sanaa leben 3,5 Millionen Menschen. Sie müssen sich vor der Gewalt unter anderem durch saudische Luftangriffe in Kellern verstecken. Neben einer Hungerkatastrophe droht eine Cholera-Epidemie.

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