Touristenboote kippen Müll ins Meer

Foto: The Nation
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PATTAYA: Rücksichtslose Betreiber von Touristenbooten sollen für die Verschmutzung der Bucht von Pattaya und der Strände verantwortlich sein.

Uthai Pengphan, der am Cozy-Strand Liegen vermietet, wirft den Bootsführern vor, bei den Ausflügen mit Touristen den anfallenden Müll in Plastiksäcken zu entsorgen und dann über Bord zu werfen. In diesen Tagen trieb der starke Wind den Müll einmal mehr zum Cosy-Strand. Der Abfall reichte von Flaschen über Besteck zu Plastiktüten. Uthai sagte gegenüber der „Nation“, angeschwemmter Müll sei am Cosy Beach nicht ungewöhnlich. „Ich bin sicher, dass der Abfall von Touristenbooten stammt.“ Dieser werde in Plastiksäcken gesammelt und ins Meer geworfen. Starker Wellengang zerreiße die Plastiksäcke, und der Abfall schwimme im Wasser und lande später an den Stränden Pattayas. Die Betreiber von Liegestühlen müssten den Dreck jeden Tag einsammeln, sollte sie es nicht machen, kämen keine Touristen.

Müll im Meer ist für Thailand ein zunehmendes Problem. Er verdreckt nicht nur die Strände und vertreibt Touristen, er tötet Meeresbewohner wie Wale und Schildkröten und belastet die Umwelt. Nach Angaben von Greenpeace steht Thailand auf der Liste der Länder weltweit, die Meere verschmutzen, mit einer Million Tonnen an sechster Stelle.

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Leserkommentare

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Frank Kohl 05.01.18 09:08
Schon lustig
Wie wenn die paar Touristenboote das Kraut fett machen würden. Die ganze Stadt schmeißt den Müll ins Meer. Nebenbei existiert nicht mal eine Kläranlage. Aber , die die Touristenjollen sind die Hauptverursacher. da lachen ja die Hühner. Der Liegestuhlvermieter schmeißt seinen Müll auch überall hin. Sollte es aber um ein paar Bath Einnahmen gehen- wird man Umweltschützer.
Andreas Keasling 04.01.18 20:20
Tja, das erinnert mich.....
fatal an frühere Zeiten, so in den späten 60igern, als wir stets Urlaub in Spanien machten. Der Wohnwagen war voll von Cola Dosen, und wenn die leer getrunken waren, wurden sie einfach hinter den Busch geworfen, oder, wenn wir das Boot dabei hatten, am Strand im Wasser versenkt. Umweltbewustsein 1969? Null! Das haben wir erst den Grünen zu verdanken, und dass in Deutschland die Strassen sauber sind, auch - dank dem Dosenpfand/Flaschenpfand. Leider sehe ich aber immer noch viel zu viel Müll an den Strassenrändern herumliegen, McDonalds Packungen, Trinkflaschen ohne Pfand, Papierschnipsel von Schokoladen, und einiges mehr. Ein Bahntunnel mitten in der Stadt sieht aus wie ein Strand in Indien, so viel Müll hat sich dort angesammelt. Es gibt halt immer noch "Individualisten" in der Stadt mit der "egal" Einstellung. Thailand hat noch ein paar jahrzehnte vor sich, bis es das Umweltbewustsein erlangt das wir jetzt haben. In einigen Dörfern existiert es schon, und es kommt auf die Bürgermeister an im Dorf. Bei uns z.B. und einigen Ortschaften rundherum, ist es wie geleckt sauber.
Peter Stroh 04.01.18 16:01
Tja, die schnelle Kohle ist das Ding in Thailand und sonst geht da leider nicht viel. Schon in den 90ern hatte die Kellnerin im Zug von Surat nach BKK die leeren Bierflaschen bei voller Fahrt aus dem Fenster geschmissen und sich "totgekichert" wenn die irgendwo aufschlagen sind.
Ingo Kerp 04.01.18 15:20
Der Verstand der Touristenbootbetreiber scheint nicht sehr ausgeprägt zu sein. Zuerst fahren sie ihre Kundschaft aufs Meer, lassen sie essen und trinken und danach stehen die Kunden am Strand im eigenen Müll.
René Schnüriger 04.01.18 14:00
Müll - Polizei
Soweit ich beobachte, gibt's hier eine Vielzahl von Vorschriften, die jedoch kaum eingehalten werden, weil niemand entsprechende Kontrollen macht und das Risiko bei Verstössen darum klein ist. Man sollte doch meinen, dass genügend Personal vorhanden sein müsste um Kontrollinstanzen (auch für den Verkehr) zu bilden. Diese wären bei entsprechenden Mehreinnahmen höchst wahrscheinlich selbsttragend. Und vor allem im Wiederholungsfall, müssten drakonische Strafen ausgesprochen werden.