Tote bei Bergunfällen

 Archivbild. Foto: epa/Jean-christophe Bott
Archivbild. Foto: epa/Jean-christophe Bott

BERN (dpa) - Lawinen, vereistes Gelände, ein tödliches Schneebrett - in den Alpen und in der Hohen Tatra haben Unfälle an den Weihnachtstagen mehrere Bergwanderer und Wintersportler das Leben gekostet.

Bei Bergunfällen in der Schweiz und in der Slowakei sind seit dem Wochenende mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Eine 29-jährige Schweizerin wurde am Samstag mit zwei Begleitern im Tal d'Anniviers im Kanton Wallis abseits der Pisten auf etwa 2.700 Metern Höhe von einer Lawine mitgerissen. Einer der Verschütteten habe sich nach Angaben der Bergrettung befreien und Alarm schlagen können. Während die 29 und 30 Jahre alten Männer nur leicht verletzt wurden, starb die Frau später im Krankenhaus.

Am Heiligabend fanden Suchtrupps in Graubünden einen vermisst gemeldeten 31-jährigen alten Franzosen. Er war am Samstag mit seiner Begleiterin zum Glattwang aufgebrochen. Die beiden trennten sich kurz vor dem Gipfel, die Frau fuhr zu einem Berghaus. Als ihr Begleiter am Abend nicht zurückkehrte, alarmierte sie die Bergwacht. Die Polizei geht davon aus, dass er bei der Abfahrt ein Schneebrett auslöste, das ihn mehrere Kilometer über felsiges Terrain in die Tiefe riss.

Oberhalb von Belalp im Wallis riss eine Lawine am 1. Weihnachtstag einen 39-Jährigen mit. Seine vier Begleiter blieben verschont. Sie fanden den Mann zwar schnell, er hatte sich bei dem Sturz aber tödlich verletzt.

In der slowakischen Hohen Tatra starben an den Weihnachtsfeiertagen bei Bergunfällen vier Menschen, sieben wurden schwer verletzt. Wie der Bergrettungsdienst HZS am Dienstag auf seiner Internetseite berichtete, rutschte ein 25-jähriger polnischer Bergwanderer auf vereistem Gelände aus und stürzte in die Tiefe. Die Bergretter konnten den Schwerverletzten zwar noch per Hubschrauber zu einer medizinischen Notversorgungsstation fliegen. Wiederbelebungsversuche des Notarztes und der Bergretter blieben jedoch vergeblich.

Ebenfalls am Dienstag fanden andere Touristen einen abgestürzten 33-jährigen Bergwanderer aus Tschechien bereits tot im Schnee. Kurz danach wurden Bergrettung und Rettungshubschrauber zu zwei fast gleichzeitigen Bergunfällen gerufen, bei denen zwei Männer und eine Frau schwer verletzt wurden. Erst am Montag waren in der Region unabhängig voneinander zwei 23 und 25 Jahre alte tschechische Touristinnen in den Tod gestürzt und drei weitere Wanderer sowie eine Skifahrerin schwer verletzt worden.

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