Straßenküchen: Mehr Hygiene und Sicherheit für Touristen

Foto: The Nation
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BANGKOK: Die Straßenküchen an den Hauptstraßen und Touristenspots der Hauptstadt sollen nicht verschwinden; aber für den Verkauf von Streetfood werden strenge Regelungen erlassen.

Vor wenigen Tagen hatte die Stadtverwaltung angekündigt, dass die Straßenküchen verschwinden müssten, so an der Khao San Road und im chinesischen Viertel Yaowarat. Jetzt machte die Verwaltung einen halben Rückzieher. Die Bürgersteige sollen wieder den Fußgängern gehören, aber der Verkauf von Speisen soll weiterhin unter Auflagen möglich sein. Zu den angekündigten Regeln zählen Hygiene und Lebensmittelsicherheit für Thais und Touristen, eingeschränkte Verkaufszeiten, ein Trainingsprogramm für alle Anbieter, ein Müll-Management und einheitliche Bekleidung. Die Stadtverwaltung will gegen das illegale Aufstellen von Straßenküchen vorgehen.

Die Ankündigung, die Straßenküchen zu vertreiben, hatte einen Proteststurm ausgelöst – in den sozialen Netzwerken, auch in den Medien weltweit. Denn erst kürzlich hatte der amerikanische Sender CNN Bangkoker Streetfood als das beste weltweit gelobt. Die Speisen sind nicht nur bei Touristen beliebt, sondern auch wegen ihrer günstigen Preise bei der Bevölkerung.

Tourismus-Ministerin Kobkarn Wattanavrangkul will die Anbieter unterstützen und hat gemeinsam mit der staatlichen Tourismusbehörde (TAT) und der Stadtverwaltung für den Juni ein „Bangkok Streetfood Festival“ angekündigt. Als Veranstaltungsort werden die Khao San Road, die Yaowarat Road oder die Pratunam Road genannt. Bei dem Festival sollen Urlauber aus aller Welt Thailands Straßengastronomie kennen und schätzen lernen. „Bangkoks Streetfood ist dafür bekannt, dass es vielfältig und köstlich ist und es zu erschwinglichen Preisen gibt“, sagte TAT-Gouverneur Yuthasak Supasorn.

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TheO Swisshai 22/04/2017 17:02
Satire ?
Artikel aus Thaionline: Food Trucks in Touristengebieten BANGKOK: Food Trucks erfreuen sich auf der ganzen Welt großer Beliebtheit und auch in Thailand sind die mobilen Restaurants populär wie nie zuvor. Einen Trend, den auch die Regierung erkannt hat. So plant der stellvertretende Handelsminister Sontirat Sontijirawong, mehr Food Trucks, die gehobene Speisen anbieten, in Touristengebieten in Bangkok anzusiedeln, um einheimische und ausländische Besucher zu verköstigen. Zusammen mit der Bangkok Metropolitan Administration (BMA) sollen nun Standorte ausgewählt werden, an denen sich besonders viele ausländische Urlauber aufhalten.Betreibern mit niedrigem Kapital bietet die Regierung eine finanzielle Unterstützung an. Die Initiative soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 umgesetzt werden. Weiterhin zugelassen ! Müssen weg ! Sollen gefördert werden ! .... und jetzt wieder von vorne : weiterhin zugelassen, müssen weg, sollen gefördert werden, ...... und ....
Winfried Reseck 22/04/2017 14:01
Gegen illegale Stände vorgehen ist gut,
aber selbst die Straßenstände die ordnungsgemäß Monat für Monat ihre Standgebühr an die Stadt entrichten sollen verbannt werden. Das passt dann nicht mehr zu Thailand. Haben die Straßenhändler eine zu kleine Lobby ? Denn auf den Pickups dürfen doch auch wieder Thais auf der Ladefläche rumturnen und die Fahrgäste in Taxis auf der hinteren Sitzbank müssen sich anschnallen ? Ist denn schon wieder der 1. April ??????
Martin Berger 22/04/2017 12:22
Strassenküchen...
Na das ist doch mal eine Einsicht. man redet immer davon. alles zu tun, dass mehr Touristen kommen und sich auch wohlfühlen sollen und dann vorher dieser Aktionismus wieder, die allseits beliebten Strassenküchen zu vertreiben. Ein einfacher Tip für die Behörden, erst nachdenken und dann reden und handeln. Mit solchen undurchdachten Ideen macht man sich weltweit keine Freunde.
Hansruedi Bütler 22/04/2017 12:03
"Vor wenigen Tagen hatte die Stadtverwaltung
angekündigt, dass die Straßenküchen verschwinden müssten"! Der thailändische "Retour-Ruderklub" nimmt Fahrt auf. In den letzten 4 Wochen wurden gleich mehrere Gesetzesvorgaben zurückgezogen. Wäre es nicht sinnvoller, zuerst überlegen und dann handeln? Die Glaubwürdigkeit würde sicher nicht darunter leiden. Hygiene und Lebensmittelsicherheit sind für Thailand große, schwerverständliche und mühsam zu handhabende Begriffe, wenn man sieht wie Gefrorenes an der Sonne taut und dann zur "Auffrischung" wieder in den Kühlraum geschoben wird. Zum Abräumen der Paletten muss dann erneut aufgetaut werden, bevor die Ware für den Verkauf in die Tiefkühlboxen kommt. Es fehlt wie fast überall, an Verständnis und sachlicher Information, wenn man sieht wie viele Toiletten ohne Seife existieren und die Benutzer fließend vom "Toiletten-Gang" zum "Küchen-Gang" wechseln.