Stadtstaat bekommt erstmals Präsidentin

 Halimah Yacob (M.). Foto: epa/Wallace Woon
Halimah Yacob (M.). Foto: epa/Wallace Woon

SINGAPUR (dpa) - Der südostasiatische Stadtstaat Singapur hat erstmals eine Präsidentin. Die bisherige Parlamentspräsidentin Halimah Yacob (63) wurde am Mittwoch zum neuen Staatsoberhaupt ernannt. Damit stellt erstmals seit der Unabhängigkeit des Landes 1965 von Malaysia auch die Minderheit der Malaien den Präsidenten. Nach der Verfassung musste Singapurs nächstes Staatsoberhaupt aus dieser Gruppe kommen. Die große Mehrheit der etwa 5,5 Millionen Einwohner hat chinesische Wurzeln.

Ursprünglich hätte der neue Präsident am kommenden Samstag durch die Bevölkerung gewählt werden sollen. Von den insgesamt drei Kandidaten mussten die beiden anderen jedoch aufgeben, weil sie eine der Bedingungen nicht erfüllten, die die Verfassung vorschreibt: Keiner der beiden hatte bislang an der Spitze einer größeren Aktiengesellschaft gestanden. Daraufhin wurde Yacob so zur Siegerin erklärt. Am Donnerstag soll sie vereidigt werden.

Wichtiger als das Präsidentenamt ist in Singapur der Posten des Ministerpräsidenten. Aktueller Premierminister ist Lee Hsien Loong (63), der älteste Sohn des verstorbenen Staatsgründers Lee Kuan Yew.

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