Stadtpolizei Zürich nennt Täter-Nationalitäten nicht mehr

ZÜRICH (dpa) - Im Gegensatz zum in der Schweiz verbreiteten Verfahren wird die Stadtpolizei Zürich künftig auf die automatische Nennung der Nationalität mutmaßlicher Straftäter verzichten.

Mit der Angabe der Staatszugehörigkeit würden eigentliche Ursachen für kriminelle Delikte verdeckt, wie etwa Armut, tiefes Bildungsniveau und Drogenkonsum, meinte der Zürcher Sicherheitsvorstand Richard Wolff von der Alternativen Liste. «Ich will ein Zeichen setzen», sagte Wolff am Dienstag zur Begründung.

Auf Nachfrage von Journalisten würden aber alle verfügbaren Informationen mitgeteilt. In Zürich regiert ein Linksbündnis. Die nationalkonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) reagierte mit Unverständnis: «Das Nichterwähnen löst keine Probleme.».

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Leserkommentare

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Alexander Thiele 09.11.17 02:04
Staatsmedien schlimmer wie in der DDR
Die Manipulation der Bevölkerung nimmt immer größere Ausmaße an, so wurde kürzlich bei Aktenzeichen xy ein Fall vom Bahnhof in Mengede ausgestrahlt in dem die Täter Marokkanischer Herkunft im Film kurzerhand durch deutsche Jugendliche ersetzt wurden. Die Herkunft der Messerstecher wurde bewusst verschwiegen, so dass der Zuschauer den Eindruck hatte es handele sich um Deutsche. Wenn die zwangsfinanzierten Verdummungsmedien so weiter machen müssen sie sich nicht wundern wenn ihnen die Zuschauer weglaufen, da ändern auch noch so viele Milliarden nichts daran.
Peter Shield 08.11.17 23:43
Fremdschäm...
Ich bin ja auch dagegen, dass die Nationalitäten verschwiegen werden. Aber die Wortmeldungen deutschsprachiger Farangs mit Gedankengut vom ultrarechten Rand (es grüssen die Reichsbürger, NPD, AFD, FPÖ, SVP-Sympathisanten) geben mir immer wieder zu denken. Das Bild stimmt überein mit dem, was ich bereits morgens um 11 an den Bartischen sitzen sehe. Ein Jammertal! Diese "nationalen Farangs" sprechen nach 10 Jahren Thailand wenn's hoch kommt mal 4 Wörter Thai und 10 Wörter Englisch. Ansonsten ist man mit deutschen Hinterland-Dialekt oder Schweizer Berg-Hochdeutsch unterwegs... Für solche Landsleute (ich bin Schweizer) schämt man sich zuweilen fremd. Man sieht am liebsten weg oder stopft sich ein Ohropax rein. Solche Leute schämen sich nicht ab ihrem Fremdenhass, obwohl sie selber Ausländer sind (in Thailand). NB: Und darf ich bei "Dracomir" gar Migrationshintergrund vermuten?
Ernst Schwartz 08.11.17 20:38
Nichts neues
Fast so ist es doch schon länger. Sind es Schweizer, Deutsche oder ähnlich, werden die Nationalitäten genannt, steht nichts, sind es solche, die Linke und Nette nicht nennen möchten. Der Leser möchte informiert werden, also sollte es im zutreffenden Fall sogar heissen "Schweizer mit Migrations-Hintergrund" statt nur "Schweizer Staatsbürger".
Zil Zelini 08.11.17 16:37
Wenn...
eine signifikante Häufung von Merkmalen auftritt, wird die Identifikation der Merkmale halt relevant. Einige Medien werden hier nun kapitulieren. Aber einige Medien lassen sich eben nicht mehr zensieren.
Dracomir Pires 08.11.17 15:11
Etwas extra zu verschweigen ...
... ist eine perfide Art der Manipulation. Der geneigte Leser weiss schon lange was es heisst, wenn die Nationalität nicht genannt wird. Aber er fühlt sich verarscht, wenn er nicht informiert wird, flucht dann über Behörden, Politiker und Medien und wählt deshalb RECHTS.