Spanier wegen Mordes zum Tode verurteilt

Artur Segarra Princep auf dem Weg zum Strafgericht. Foto: epa/Narong Sangnak
Artur Segarra Princep auf dem Weg zum Strafgericht. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Das Strafgericht Ratchada hat am Freitagmorgen den des Mordes an einen Landsmann angeklagten Spanier Artur Segarra Princep zum Tode verurteilt.

Die Richter sahen es als erwiesen ein, dass der 38-Jährige im Januar 2016 David Bernat vorsätzlich getötet hat. Er muss die 750.000 Baht, die er vom Konto seines Landsmanns gestohlen hatte, an die Familie des getöteten Geschäftsmanns zurückgeben. Princep hat immer seine Unschuld beteuert. Nach dem Urteilsspruch kündigte sein Verteidiger Worasit Piriyapiboon an, in die Berufung zu gehen.

Laut der Anklage hatte Artur Segarra Princep David Bernat in seinem Apartment in Huai Kwang gezwungen, ihm seine ATM-PIN-Nummer zu geben. Bis zu seiner Festnahme hatte der Spanier 734.940 Baht abgehoben. Er verabreichte seinem Landsmann giftige Drogen und erstickte ihn mit einer Plastiktüte. Anschließend zerstückelte er die Leiche und entsorgte sie in mehreren Plastikbeuteln im Fluss Chao Phraya. Artur Segarra Princep wurde später im kambodschanischen Urlaubsort Sihanoukville festgenommen. Der Spanier saß seit Februar letzten Jahres im Bangkok Remand Prison ein.

Das Strafgericht wird entscheiden, ob das Todesurteil bestehen bleibt oder in eine lange Haftstrafe umgewandelt wird. In Thailand wird die Todessstrafe seit über einem Jahrzehnt nicht mehr angewendet. Zum letzten Mal wurden im Jahr 2009 zwei Drogenstraftäter durch eine Giftspritze hingerichtet.

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Leserkommentare

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Ingo Kerp 22.04.17 13:33
Noch lacht er, ob das so bleibt?
Joerg Obermeier 21.04.17 20:23
"..In Thailand wird die Todessstrafe seit über einem Jahrzehnt nicht mehr angewendet. Zum letzten Mal wurden im Jahr 2009 zwei Drogenstraftäter durch eine Giftspritze hingerichtet." Naja, so genau muss man es ja auch nicht immer nehmen. :)