Schweizer Unternehmen verzichtet auf Atomstrom aus Fessenheim

Das Atomkraftwerk Fessenheim. Foto: epa/Ronald Wittek
Das Atomkraftwerk Fessenheim. Foto: epa/Ronald Wittek

STRAßBURG (dpa) - 46 Jahre nach Vertragsabschluss verzichtet ein Schweizer Konsortium auf Stromlieferungen aus dem umstrittenen elsässischen Atomkraftwerk Fessenheim.

Der Vertrag mit der Centrales Nucléaires en Participations (CNP) werde zum Jahresende auslaufen, berichtete der Fessenheim-Betreiber EDF am Dienstag. Gründe wurden nicht mitgeteilt. Der Vertrag mit CNP über Lieferungen aus dem Atomkraftwerk Cattenom in Ostfrankreich sei von dieser Entscheidung nicht betroffen.

Die Lieferungen an CNP machten bisher rund 15 Prozent der Fessenheim-Produktion aus, so EDF. Der Vertrag war 1971 abgeschlossen worden.

In dem Atomkraftwerk an der Grenze zu Deutschland war es erst im August bei Wartungsarbeiten zu einer Panne gekommen. Der Vorfall hatte aber nach früheren Betreiberangaben keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlage. Deutschland und Umweltschützer sehen das älteste französische Atomkraftwerk schon lange als Sicherheitsrisiko - im April hatte die französische Regierung die Schließung offiziell besiegelt.

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