Schweizer Polizist nach Schussattacke weiter in Lebensgefahr

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REHETOBEL (dpa) - Ein Schweizer Polizist schwebt nach der Schussattacke in einem Dorf nahe dem Bodensee noch immer in Lebensgefahr. Sein kritischer Zustand habe sich nicht verändert, teilte die Kantonspolizei am Mittwoch mit. Der 29-Jährige wurde bei einer Hausdurchsuchung am Dienstag in Rehetobel (Kanton Appenzell Ausserrhoden) niedergeschossen und am Herzen getroffen. Ein 33-Jähriger hatte das Feuer auf ihn und seinen Kollegen eröffnet. Der zweite 37-jährige Polizist kam mit Verletzungen an den Beinen davon.

Die Polizei hatte ihren Besuch zuvor angekündigt. Der Mann war laut Behördenangaben kooperativ und geständig. Die Behörden hatte einen Hinweis bekommen, dass in den Räumen des wegen Gewaltverbrechen vorbestraften 33-Jährigen eine Hanfplantage zu finden sei. Als die Beamten einen Schuppen des Mannes durchsuchen wollten, zog er den Angaben zufolge plötzlich eine Waffe und begann zu schießen.

Nach seiner Flucht verschanzte sich der Mann und verhandelte stundenlang mit der Polizei. Er drohte mit der Zündung von Sprengstoff. Schließlich wurde er von einem Polizeihund überwältigt. Im Tumult richtete er die Waffe gegen sich selbst und tötete sich. Der Schütze war bereits 2004 wegen versuchter Tötung und mehrfacher schwerer Körperverletzung verurteilt worden.

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Leserkommentare

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Zil Zelini 05.01.17 18:48
Man...
hat sich daran gewöhnt in Sicherheit zu leben. Aber menschheitsgeschichtlich gesehen ist Gewalt und Krieg das Normale und Frieden die Ausnahme; das Werk von Erziehung und Zivilisation. Gewalttäter/Mörder erinnern immer daran, dass der Konsens auf friedliche Konfliktbewältigung brüchig ist. Gewalttäter/Mörder sind Menschen, die leicht verletzt werden können und sich für Verletzungen rächen müssen. Und weil ihnen das auf gesellschaftlich zugelassenen Wegen nicht gelingt, studieren sie die gesellschaftlich verabscheuten Taten: Daesh (IS), Hamas, Al-Kaida, Breivik etc. Und das gesellschaftliche Aufmerksamkeits-Management sagt: Rekordzahlen an Opfern, Rekorde in Aufmerksamkeit! Für jemanden, der sonst keine Chance sieht, ist das ein lukratives Angebot.
Zil Zelini 05.01.17 18:47
Liest...
man zum Fall unter anderem: "2003 gewalttätig wurde, mit einer Schrotflinte auf zwei Menschen schoss und diese teils lebensgefährlich verletzt hatte. Für diese Bluttat musste Roger S. im Massnahmezentrum Arxhof eine fünfjährige Haftstrafe absitzen" Fünfjährige Haftstrafe… man bringt den Mund vor staunen kaum mehr zu.