Schweiz fährt zur WM

Foto: epa/Arsen Galstyan Handout
Foto: epa/Arsen Galstyan Handout

BASEL (dpa) - Party in Basel, Frust in Piräus: Die Griechen haben das ersehnte Fußball-Wunder nicht vollbracht und verpassen nach der EM 2016 auch die WM-Endrunde 2018. Den Schweizer Fußballern reicht ebenfalls ein torloses Remis für das Russland-Ticket.

Die Schweizer «Nati» fährt zum vierten Mal in Serie zur Fußball-Weltmeisterschaft, die Griechen haben mit ihrem deutschen Trainer Michael Skibbe das Ticket nach Russland wie befürchtet verpasst. Drei Tage nach dem 1:4-Debakel in Zagreb reichte es für den Sensations-Europameister von 2004 am Sonntagabend gegen Kroatien im Playoff-Rückspiel nur zu einem torlosen Remis. Die Griechen hätten in Piräus ein 3:0 gebraucht und kämpften zum Schluss - doch die cleveren Kroaten waren auch im zweiten Spiel einfach besser.

Mit dem 0:0 machten die Gäste ihre fünfte WM-Teilnahme seit 1998 perfekt. Die Kroaten qualifizierten sich als nunmehr 28. von 32 Teams für die WM-Endrunde 2018 in Russland. Sogar ein Sieg wäre möglich gewesen. Der frühere Bundesligaprofi Ivan Perisic, einer der Torschützen im Hinspiel, traf in der 43. Minute nur den Pfosten. Eine ganz starke Vorstellung lieferte Kapitän Luka Modric, bei Real Madrid Teamkollege von Toni Kroos, als Regisseur im Mittelfeld.

Drei Tage nach dem glücklichen 1:0 gegen Nordirland reichte auch den Eidgenossen in Basel ein torloses Remis. In dem kampfbetonten Playoff-Duell bei Dauerregen und auf tiefem Rasen waren die Schweizer die technisch bessere und offensivere Mannschaft. Die Nordiren blieben bei ihren Kontern allerdings bis zum Schluss gefährlich. So musste Hinspiel-Torschütze Ricardo Rodriguez in der Nachspielzeit bei einem Kopfball von Jonathan Evans auf der Linie retten. Nach dem Nervenspiel lobte Trainer Vladimir Petkovic seine Mannschaft: «Ich bin stolz auf sie und auf das, was wir geleistet haben.»

Die Nordiren begannen im St. Jakob-Park selbstbewusst und stürmisch - doch dann übernahm die «Nati» das Kommando. Die Schweizer, wie im Hinspiel mit den Bundesligaprofis Yann Sommer, Denis Zakaria (beide Mönchengladbach) und dem Hoffenheimer Steven Zuber in der Startelf, erarbeitete sich mehr und bessere Chancen. Doch Nordirlands Keeper Michael McGovern hielt das 0:0 mit vielen starken Paraden fest.

Conor Washington hatte sogar die Riesenchance, die Gäste in Führung zu bringen und zumindest die Verlängerung zu erzwingen: Nur um Zentimeter segelte der Kopfball des Mittelstürmers am langen Pfosten vorbei (54.). Seit der Endrunde 1986 in Mexiko haben sich die Nordiren nicht mehr für eine WM qualifiziert.

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Comments

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michael meier 15/11/2017 16:41
Hooligans
Keine Sorge mein lieber NKL . Die gewaltbereiten Idioten nutzen jede Plattform um zu randalieren . Sie sind keine Fußball - Fans ! Natürlich kann man einiges kritisieren , aber Fußball ist mehr als nur ein Geschäft .Viele in unserem Alter können sich noch erinnern als wir noch Kinder waren und auf der Straße auf kleine Tore gekickt haben . Egal wie arm die Menschen sind , Fußball kann man im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten, auf der ganzen Welt spielen . Ich sehe das Positive .
Norbert Kurt Leupi 15/11/2017 15:44
Fussball / Herr Michael Meier
Geehrter Michael ! Hätte ich von Dir nicht erwartet , dass Dich Wahrheiten verletzen ! Ich nehme aber an , das Du nicht ins Tal der Tränen gerutscht bist wie die Tifosis in bella Italia, nach dem Rauswurf durch die Schweden ?Ich wollte Dich auch nicht mit einem " Hooligan " vergleichen , denn ich habe nur erwähnt , was man mehrheitlich auf Fussballplätzen antrifft ! Uebrigens bin ich vehementer Gegner der Stierkämpfe und gehe an die Trainingsspiele meines Enkelkindes , der bei Levante UD bei den Junioren Fussball spielt ! An die eigentlichen Fussball-Matchs gehe ich aber nicht , aus erwähnten Gründen !
michael meier 15/11/2017 14:38
Fußball
Heute morgen um 5 , Kaffee und Toast und das Spiel Deutschland geg. Frankreich geschaut , super Spiel 2:2 unentschieden . NKL, guck in Spanien lieber Stierkämpfe :-))
michael meier 15/11/2017 14:28
@ NKL
" primitives Publikum mit vermutlich unterirdischem Intelligenzkoeffizient " ok , gilt für mich auch . Ich liebe diesen Sport und kein Ahnungsloser kann es mir kaputt schwatzen !
Jürgen Franke 14/11/2017 21:29
Lieber Jack, das hast Du wieder einmal auf den
Punkt gebracht. Ich habe nichts dagegen, wenn gute Fußballer auch gutes Geld verdienen, das sie dann auch noch möglichst versteuern, aber diese Beträge sind teilweise abenteuerlich. Die italienischen Millionäre fahren nun bedauerlicherweise nicht nach Russland. Große Trauer in Italien.