Sand

Oskar trifft in Pattaya ständig und überall auf Sand. Sand gibt es hier wie Sand am Meer. In den Urlaubstagen bekommt er für viele Menschen eine ganz besondere Bedeutung. Denn Ferien ohne Sandstrand – für viele Touristen unvorstellbar. Allerdings ist Sand nicht nur Unterlage fürs Strandlaken und Stoff für Ferienträume.

Archimedes, so hat Oskar gelesen, nutzte ihn für seine wissenschaftlichen Arbeiten: Er zeichnete seine mathematischen Berechnungen mit Linien in den Sand. Die Navajo-Indianer malten bei Heilungszeremonien kunstvolle Muster aus farbigen Pollen oder schwarzer Kohle in den Sand. Nordafrikaner orakeln mit Sand: Wahrsager drücken mit Daumen und Zeigefinger Lochreihen in den Sand und lesen daraus.

Japaner hingegen genießen den Sand. Sie tauchen in heiße Sandbäder. Es sei gut gegen Rheuma und wecke schlaffe Lebensgeister, sagen die Menschen von Ibusuki, einem Ort auf Kyushu, Japans drittgrößter Insel. Heiße Quellen erwärmen dort den Vulkanstrand auf bis zu 50 Grad. Selbst Haustiere werden ins Sandbad gesteckt – Oskar fragt sich, ob sie es genießen.

Dass allerdings der Vogel Strauss seinen Kopf in den Sand steckt, glaubt nur der Volksmund.

Die meisten von uns gehen täglich auf Sand, arbeiten mit Sand, sehen mit Sand und durch Sand hindurch, nehmen Sand sogar in den Mund. Man braucht das Material zur Herstellung von Fliesen und Beton, Computerchips und Scheuerpulver, Brillen- und Fensterglas sowie zur Herstellung von Zahnpasta.

In Sandkuchen hingegen ist üblicherweise kein Sand verarbeitet, auch wenn Oskar manchmal den Eindruck gewinnt.

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