Rückkehr der Rohingya-Flüchtlinge?

 Rohingya-Flüchtlinge warten in einem Flüchtlingscamp in Bangladesch auf Zuteilungen. Foto: epa/Abir Abdullah
Rohingya-Flüchtlinge warten in einem Flüchtlingscamp in Bangladesch auf Zuteilungen. Foto: epa/Abir Abdullah

NEW YORK (dpa) - Myanmar ist nach Einschätzung des UN-Flüchtlingskommissars Filippo Grandi nicht bereit für die Rückkehr von rund 700.000 in das Nachbarland Bangladesch geflohenen Rohingyas. Die Bedingungen seien in Myanmar noch nicht gegeben, sagte Grandi am Dienstag (Ortszeit) dem UN-Sicherheitsrat in New York per Videoschalte. «Die Ursachen für ihre Flucht sind noch nicht angegangen worden und wir haben auch noch keinen substanziellen Fortschritt hinsichtlich ihrer Rechte gesehen.»

Gleichzeitig seien die Flüchtlingscamps in Bangladesch aber von der im März startenden Monsun-Saison bedroht, sagte Grandi weiter. Die Leben Zehntausender Menschen seien deswegen in Gefahr und die Flüchtlingslager müssten dringend besser vorbereitet werden. Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya waren aus Myanmar vor brutaler Gewalt des Militärs nach Bangladesch geflohen.

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Leserkommentare

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Dracomir Pires 16.02.18 09:07
Die Moslems sollen zu Hause bleiben
Die Rohingyas waren aus dem moslemischen Nachbarland Bangladesch nach Burma vorgedrungen und haben die einheimischen Buddhisten verdrängt. Seither gibt es nur Probleme. Es ist besser für alle, wenn sie jetzt bei ihren Glaubensbrüdern in ihrer ursprünglichen Heimat bleiben.
Karlheinz Dambmann 15.02.18 22:00
Es tut gut,
Leser wie Detlef Karg zu erleben, die sachkundige Beiträge liefern und nicht unreflektiert die Mainstream-Propaganda nachbeten.
Detlef Karg 15.02.18 13:02
Rohingyas.
Heinz Joerg. Sie muessen sich mal ein bisschen mehr mit den Rohingyas befassen, denn seid 1966 kamm es immer wieder zu Zwischenfaellen, wo die Rohingyas die Buddhisten angegriffen haben, nicht umgekehrt und sie haben auch Moenche getoetet, Myanmar ist ein buddhistisches Land und muss sich nicht den Islam unterwerfen, so wie imm moment in Deutschland abgeht. Die Rohingyas sind nur friedlich, wenn sie in der Unterzahl sind, aber wenn sie denken dass sie stark genug sind, aendern sie ihr Verhalten. Ich wuerde sagen, sie kamen von Bangladesh, sollen sie auch wieder dahin zurueckkehren und nicht nur fordern. Aung San Suu Kyi muss stadhaft bleiben.
Heinz Jörg bmw-winki@web.de 14.02.18 15:49
Völlig unverständlich
Wann endlich wird Myanmar dafür international verurteilt. Aung San Suu Kyi sollte unbedingt der Friedensnobelpreis aberkannt werden und das Geld das sie dafür erhalten zurück gezahlt und für die Rohingya verwendet werden.