Prayut besorgt über Alkoholkonsum

Symbolbild: redwingAT / Fotolia.com
Symbolbild: redwingAT / Fotolia.com

BANGKOK: Premierminister Prayut Chan-o-cha zeigt sich besorgt über den zunehmenden Alkoholkonsum in der Gesellschaft, insbesondere unter Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren.

Der Premierminister nimmt damit Bezug auf die jüngsten Ergebnisse einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die besagt, dass Thailand beim Alkoholkonsum weltweit den fünften Platz einnimmt und dass die Zahl jugendlicher Trinker zwischen 15 und 19 jährlich um 4,96 Prozent steigt.

Der Studie folgend, können Thais ein Geschäft, in dem Alkohol verkauft wird, im Schnitt innerhalb von 4,5 Minuten zu Fuß erreichen, eine Flasche Alkohol zu kaufen, ist daher im Vergleich zu anderen Ländern einfach.

„Alkohol ist die Hauptursache für Verkehrsunfälle, besonders bei Festivals oder an Feiertagen“, erklärt Regierungssprecher Lt. Gen. Sansern Kaewkamnerd in der „Bangkok Post“. „Alkohol führt zu weiteren sozialen Problemen wie Gewalt, Schlägereien und Verbrechen.“

Die Regierung hält gemäß Sansern weiter an ihrem 10-Jahresplan fest, das Gesetz zur Alkoholkontrolle strikter anzuwenden. So wurde bereits die Zahl der Lokalitäten erweitert, in denen der Konsum und Verkauf von alkoholischen Getränken verboten ist, unter anderem in Busbahnhöfen, an Bootsanlegestellen, in Bahnhöfen und rund um Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten.

Premierminister Prayut Chan-o-cha appelliert zudem an die Bevölkerung, während der dreimonatigen buddhistischen Fastenzeit, auf den Konsum von Alkohol zu verzichten.

Mit einem Online-Abonnement mehr erfahren!
Abonnieren Sie die FARANG-Onlineausgabe ein Jahr lang zu einem sehr günstigen Preis. Sie erhalten uneingeschränkten Zugriff auf alle Artikel. Zusätzlich können Sie die vollständige Druckausgabe als PDF-Ausgabe herunterladen.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

* Pflichtfelder
P.I.N.O MAERZ 10.07.17 20:44
Amerika 1920 er Jahre
nicht ein Verbot wird helfen, sondern Aufklärung, mehr gibt es dazu nicht zu sagen
Jürgen Franke 10.07.17 17:05
Nachdem nun tagelang über den Tabakkonsum
debattiert wurde, wenden wir uns nun dem Alkoholkonsum zu. Aber auch in dieser Frage wird der Gesetzgeber, wie auch in allen anderen Ländern, mit seinem Latein schnell am Ende sein. Denn solange die Menschen nicht durch Erziehung und Bildung in Lage sind, selbst zu reflektieren, was sie ihrem Körper mit übermäßigen Alkoholgenuss anrichten, bleiben alle Bemühungen in dieser Richtung, den Genuß einzuschränken, erfolglos. Der geringe Zeitaufwand für den Kauf von Getränken, hat nun nicht unbedingt etwas mit einer Sucht zu tun.
Norbert Kurt Leupi 10.07.17 16:46
Alkohol
Kurz und bündig : das Leben in amazing TH ist für viele leider nur im Rauschzustand zu ertragen !
Michele Tedesco 10.07.17 16:05
Alkoholkonsum
Alkoholkonsum in Thailand. Wenn man in jedem Tante Emma Laden Alkohol kaufen kann wird das Problem nicht gelöst. Jeder von uns kennt ja die Tante-Emma-Läden, ich meine die ganze kleine Geschäfte am Straßenrand beziehungsweise die Läden die im Hinterland zu finden sind. Dort kann man Alkohol und Tabak kaufen. Dort interessiert es niemand wie alt man ist. Diese Geschäfte sind nicht registriert und bezahle noch keine Steuern. In diesen Geschäften können Jugendliche und auch Kinder Tabak und Alkohol kaufen. In den großen Geschäften wie 7/11 wird eine Alterskontrolle gemacht. Die lieben Polizisten sollten diese ganzen kleinen Tante-Emma-Läden kontrollieren und harte Strafen dort aussprechen. Richtig Strafen bezahlen lassen dann wird das Problem auch weniger. Es ist nicht genug das Gesetz zu ändern dass man ab 20 Jahre Tabak und Alkohol kaufen darf. Ich sehe immer öfters die Jugendliche in diese Tante Emma und sagen Sie müssen für ihre Eltern Alkohol und Tabak kaufen, es ist ganz normal hier, der Ladenbesitzer möchte seinen Umsatz, und die Jugendliche bekommen wir Alkohol und Tabak. Man sollte echt diese Tante-Emma-Läden schließen. Jeder von uns kennt diese Tante-Emma-Läden.
Martin Berger 10.07.17 13:31
Alkoholkonsum
Man wird das Problem nicht damit bekämpfen können, dass man den Erwerb einschränkt. Ich glaube mehr, es ist ein gesellschaftliches Groblem. Angefangen in vielen Familien, wo die Kinder drinkende und oft auch schlagende Ehemänner , aber auch Frauen ständig vorgeführt bekommen und das als normal empfinden, da sie es ja täglich sehen und höre, dass es in anderen Familien auch so ist. Dann eventuell Frustbewältigung. Was kann ein durchschnittliches Mädchen oder ein junger Mann, der 9 oder maximal 10 Jahre Goverments School hinter sich hat, damit anfangen. Zuwenig Angebote für eine vernünftige Berufsausbildung und dann natürlich auch keine Jobangebote. Lange Weile und Frust, dass es anderen besser geht, ertränkt man dann im Alkohol.Die Machokultur unter jungen Männern spielt wohl auch mit rein. Ihr lieben Politiker, arbeitet an eurer Gesellschaftz, den Chancen und Möglichkeiten für junge Leute ihre Wünschen zu erfüllen, arbeitet an der Erziehung in den Schulen und den Familien. Dann könnt ihr auch die Verkaufszeiten für Alkohol lassen, wie sie sind.