Botschafter zu Konsultationen zurückgerufen

Bei Protesten im Gazastreifen an der Grenze zu Israel töteten israelische Soldaten 60 Palästinenser, rund 2.800 wurden verletzt. Foto: epa/efe/Alaa  Badarneh
Bei Protesten im Gazastreifen an der Grenze zu Israel töteten israelische Soldaten 60 Palästinenser, rund 2.800 wurden verletzt. Foto: epa/efe/Alaa Badarneh

RAMALLAH (dpa) - Nach der umstrittenen Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat die Palästinenserführung vier ihrer Botschafter aus europäischen Ländern zu Konsultationen zurückgerufen. Es handele sich um Diplomaten in Rumänien, Ungarn, Österreich und Tschechien, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa am Mittwoch.

Die Palästinensische Autonomiebehörde in Ramallah begründete den Schritt mit der Teilnahme der Botschafter dieser vier Länder in Israel an einer israelischen Veranstaltung zur Eröffnung der US-Botschaft.

Dass US-Präsident Donald Trump die Heilige Stadt im Dezember einseitig als Israels Hauptstadt anerkannt hat und dann am Montag die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen ließ, hat bei den Palästinensern großen Zorn ausgelöst. Bei Protesten im Gazastreifen an der Grenze zu Israel töteten israelische Soldaten 60 Palästinenser, rund 2.800 wurden verletzt.

Israel hat 1967 im Sechstagekrieg Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser beanspruchen den Ost-Teil der Stadt dagegen als Hauptstadt für einen zukünftigen Staat Palästina. Nach Ansicht der internationalen Gemeinschaft sollte der Status der Stadt erst in Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern vereinbart werden.

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Leserkommentare

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Dracomir Pires 17.05.18 16:08
Palästinenser haben sogar Botschafter in Europa?
Weshalb denn? Diese Moslem-Gruppe bietet nicht viel mehr als Krawalle und masslose Bevölkerungsexplosion. Haben die Türken-besetzten Kurden und die chinesisch besetzten Tibeter auch Botschafter?