Optimismus und Aufruf zur Demut

Österreichs Grüne proben Neustart

Werner Kogler. Archivbild: Foto: epa/Markus Leodolter
Werner Kogler. Archivbild: Foto: epa/Markus Leodolter

LINZ (dpa) - Knapp sieben Monate nach ihrem Debakel bei der Nationalratswahl in Österreich haben sich die Grünen auf einem «Zukunftskongress» in Linz neuen Mut gemacht.

«Die grüne Vision lebt, weil sie gebraucht wird», sagte Parteichef Werner Kogler am Samstag vor 500 Grünen-Anhängern. Freiheit, Menschenrechte, Demokratie seien wieder in Gefahr, für den Klima- und Umweltschutz werde viel zu wenig getan.

Die Antworten der Partei auf die nationalen und internationalen Probleme müssten aber auf klarere Art verbreitet werden. «Fundierter und tiefer in den Inhalten, breiter und verständlicher in der Sprache» sollten die Botschaften künftig sein, forderte der 56-jährige Volkswirt.

Die den Grünen oft zugeschriebene «Zeigefinger-Mentalität» griff Kogler kritisch auf. «Achtung, nur weil wir davon überzeugt sind, dass es die bessere Vision ist, sind wir noch nicht die besseren Menschen. Das sollten wir lernen», rief er unter lautem Applaus.

Österreichs Grüne, 2013 mit 12,4 Prozent noch ein Star unter den Schwesterparteien in Europa, wollen aus dem Schock des 15. Oktober 2017 lernen. Bei der letzten Nationalratswahl scheiterten sie mit 3,8 Prozent an der Vier-Prozent-Hürde. Bei den seitdem vier Landtagswahlen fuhr die Partei teils herbe Verluste ein.

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