Norweger offenbar von Bullenhai gebissen

Foto: Thai Pbs
Foto: Thai Pbs

HUA HIN:  Der norwegische Mann, der mit erheblichen Verletzungen aus dem Meer vor dem Strand Sai Noi geborgen wurde, ist offenbar von einem Hai gebissen worden.

Das hat der stellvertretende Gouverneur der Provinz Prachuap Khiri Khan, Chotnarin Kertsom, am Dienstag am Krankenbett des 54-Jährigen im Hospital Hua Hin bestätigt. Ein aggressiver Bullenhai soll den Ausländer gebissen haben. Es war der erste Haiangriff vor dem Touristenzentrum. Die Behörden haben umgehend reagiert und an den Stränden Warnschilder in Thai, Englisch und Chinesisch aufgestellt. Damit werden Touristen aufgefordert, nicht ins tiefe Wasser zu gehen und sich beim Schwimmen nicht weiter als 20 Meter vom Strand zu entfernen. Zudem sollen im Meer Sicherheitszäune errichtet werden, damit Haie nicht in die Nähe von Badegästen kommen.

Laut einem Fischereiexperten hat es sich wahrscheinlich um den Angriff eines Schwarzspitzen-Riffhaien gehandelt. "Diese Art von Hai ist so süß wie Kätzchen oder Welpen und ist nicht wild. Aber es bedeutet nicht, dass sie nicht beißen. Es ist wie bei Kätzchen und Welpen, die auch beißen, aber nicht verletzen wollen", schreibt Dr. Thon Thamrongnawasawat, stellvertretender Dekan der Fakultät für Fischerei an der Universität Kasetsart, auf seiner Facebook-Seite. Der Hai habe womöglich angenommen, dass das Bein des Ausländers ein anderer Fisch sein könnte. Haifischzähne seien scharf und Bisse könnten starke Blutungen verursachen. Thon appellierte an Touristen, nicht in Panik zu geraten. Ein solcher Vorfall, wie jetzt am Strand Sai Noi, sei selten. Schwarzspitzen-Riffhaie seien keine gefährliche Spezies und würden niemals einen Menschen angreifen. Laut dem Fischereiexperten hatte sich in Thailand das letzte Mal ein tödlicher Hai-Angriff 1965 ereignet, als ein Mann bei der Attacke eines Tigerhais in Chonburi starb. Und in Phang-nga habe ein Hai einen Mann ins Bein gebissen.

Hua Hins Bürgermeister Nopporn Wuthikul hat die Behörden aufgerufen, die Abteilung für Marine und Küstenressourcen, Touristenpolizei, und Katastrophenschutz, das Meer im Auge zu behalten. Die Sicherheit der Touristen müsse gewährleistet sein. Das Marineamt wird ein Patrouillenboot mit Experten einsetzen. Sie sollen vor Hua Hin vom Wat Tham Khao Tao vor den Stränden Khao Tao, Sai Yai, Sai Noi und Hua Hin nach Haien Ausschau halten.

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Leserkommentare

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Bernd Wedekind 18.04.18 14:43
Bullenhai oder Schwarzspitzen-Riffhai?
Was nun? Das ist ein gewaltiger Unterschied! Bullenhai: Neben dem Weißen Hai, dem Sandtigerhai und anderen Haien zählt dieser Hai für den Menschen zu den zehn gefährlichsten. Experten gehen davon aus, dass viele, dem weißen Hai zugerechneter Angriffe auf Menschen in Wirklichkeit vom Bullenhai ausgingen. Schwarzspitzen-Riffhai: Dieser Hai ist kein großes Risiko für den Menschen, wiewohl Unfälle bekannt sind. Diese sind auf Unachtsamkeit und aufdringliches Verhalten durch den Menschen zurückzuführen. Grundsätzlich verhält der Schwarzspitzen-Riffhai Menschen gegenüber sich scheu und geht ihnen aus dem Weg. Auf Bedrohungen kann er aggressiv reagieren. Man sollte solche reißerischen Übeschriften bei einem so sensiblen Thema vermeiden! Der Farang sollte mal hier besser recherchieren.... Das hat der Farnag doch nicht nötig? Oder?
Jens Schinke 18.04.18 12:31
Typische Reaktion...
Anstatt dem Grund nachzugehen, warum es plötzlich so viele Haie vor diesem Strand hat, wird wieder auf sinnlosen Aktionismus gemacht... (Schutzzäune, etc) Vermutlich leitet dort einfach so ein Idiot blutige Abwässer in Meer... Das Problem ist vermutlich wieder hausgemacht...