Niki Lauda will mit Allianz rund 100 Millionen für Air Berlin bieten

Foto: epa/Georg Hochmuth
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WIEN (dpa) - Der frühere Rennfahrer Niki Lauda will nach eigenen Aussagen gemeinsam mit einer Allianz rund um die Fluggesellschaft Condor 100 Millionen Euro für die insolvente Air Berlin bieten. Eine Einschätzung über seine Chancen gab Lauda Donnerstagfrüh im Radiointerview des «Ö1 Morgenjournals» nicht ab. «Jetzt müssen wir mal schauen, ob wir den Zuschlag bekommen», so der 68-Jährige. Der Unternehmer Lauda hatte die Air-Berlin-Tochter Niki selbst gegründet und war mehrere Jahre Eigentümer. An diesem Freitag endet die Bieterfrist für Air Berlin.

Gemeinsam mit dem britischen Reiseveranstalter Thomas Cook und dessen Tochter, der Ferienfluggesellschaft Condor, habe Lauda nun Pläne für die Verwertung der Air-Berlin-Flieger und der begehrten Start- und Landrechte ausgearbeitet. «Man muss ein Konzept dahinter haben, wie man die Flugzeuge füllt, damit man vom ersten Tag an fliegen kann», so Lauda. Zuerst hatte die Wiener Zeitung «Kurier» über Laudas Pläne berichtet.

Im Bieterrennen um die insolvente Airline habe Lufthansa einen Vorteil, weil dort bereits seit März an dem Projekt der Übernahme gearbeitet werde. Für Lauda sei aber fraglich, ob die Kartellbehörden einem möglichen Monopol zustimmen würden. «Sollte Lufthansa alles bekommen, gibt es in Österreich gar keine Konkurrenz mehr.» Passagiere und Reisebüros bräuchten aber Wettbewerber am Markt.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hatte vor vier Wochen Insolvenz angemeldet und verhandelt unter anderem mit dem Branchenprimus Lufthansa über einen Verkauf von Unternehmensteilen.

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Leserkommentare

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Ingo Kerp 15.09.17 13:42
Das ist aber ein bisschen mager, Herr Lauda, nachdem der Herr Woehrl bereits 500 Mio Euro geboten hat.