Nachrichten aus der Wirtschaft

Foto: epa/Ronald Wittek
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KAISERSLAUTERN/LUDWIGSHAFEN (dpa) - Der Chemieriese BASF soll von mehreren Mitarbeitern und Verantwortlichen externer Firmen mit Scheinrechnungen um einen Millionenbetrag geprellt worden sein. Das teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Montag mit. Nach Angaben der Ermittler hatten interne Untersuchungen des Unternehmens 2017 den Verdacht aufkommen lassen, dass fünf externe Firmen zusammen mit vier BASF-Mitarbeitern in den vergangenen Jahren den Einsatz von Arbeitskräften am Standort Ludwigshafen unrechtmäßig abgerechnet haben. Einer der BASF-Mitarbeiter ist inzwischen gestorben, so dass noch gegen drei ermittelt wird. Es sollen Rechnungen gestellt worden sein, denen keine entsprechenden Leistungen zugrunde lagen.

Schlappe für Facebook vor dem Landgericht Berlin

Berlin (dpa) - Facebook muss die Voreinstellungen für seine Dienste in Deutschland verändern und darf seine Anwender nicht länger zwingen, sich mit ihrem echten Namen anzumelden. Das folgt aus einem Urteil des Landgerichtes Berlin, das am Montag veröffentlicht wurde. Facebook war vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verklagt worden. In dem Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, wurden Teile der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen für unzulässig erklärt. Die nötigen Einwilligungen zur Datennutzung, die sich das Unternehmen einholt, seien teilweise unwirksam, heißt es in dem Urteil vom 16. Januar (Az. 16 O 341/15). Facebook legte gegen das Urteil Berufung ein.

EU-Finanzaufseher warnen eindringlich vor Bitcoin & Co

Frankfurt/Main (dpa) - Die führenden Finanzaufseher der Europäischen Union (EU) haben vor Gefahren durch Kryptowährungen gewarnt. Man sei besorgt darüber, dass eine zunehmende Anzahl von Konsumenten virtuelle Währungen kauft, ohne sich der damit verbundenen Risiken bewusst zu sein, hieß es in einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Mitteilung der führenden EU-Finanzregulierungsbehörden ESMA, EBA und EIOPA. «Virtuelle Währungen wie der Bitcoin unterliegen extremen Preisschwankungen und zeigen klare Anzeichen von Blasenbildungen», schrieben die Aufseher. Wer in Kryptowährungen investiere, müsse sich im Klaren darüber sein, dass er einen großen Teil, wenn nicht gar die gesamte Summe verlieren könnte. Im Falle von Diebstählen durch Hacker oder der Pleite einer Krypto-Börse gebe es zudem keinerlei Anlegerschutz nach EU-Recht.

EU-Kommission will im März über saubere Luft in Städten befinden

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will in etwa einem Monat über die Klagen wegen zu hoher Luftverschmutzung gegen Deutschland und acht weitere Staaten befinden. Aus sämtlichen Ländern seien nun zusätzliche Informationen eingegangen, erklärte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Montag. Diese sollten nun analysiert werden, die EU-Kommission werde sich dann Mitte März wieder äußern. Zum Inhalt könne sie keine Angaben machen, sagte die Sprecherin weiter. EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hatte zuletzt Druck wegen langjähriger Überschreitung von Schadstoffwerten gemacht. Neben Deutschland sind Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien, Rumänien, Ungarn, Tschechien und die Slowakei betroffen.

Großer Wachstumssprung: Puma verdoppelt Gewinn

Herzogenaurach (dpa) - Der Sportartikelhersteller Puma peilt nach dem Teilausstieg des französischen Großaktionärs Kering für 2018 noch größere Wachstumssprünge an. Dazu wolle der Konzern unter anderem Kooperationen mit Prominenten forcieren und weiter in absatzstarke Produkte für Frauen investieren, kündigte Konzernchef Björn Gulden am Montag in Herzogenaurach an. Im laufenden Jahr sollen der Umsatz währungsbereinigt um 10 Prozent steigen und das operative Ergebnis (Ebit) um bis zu ein Drittel auf 305 Millionen bis 325 Millionen Euro klettern. Nach Jahren des Umbaus läuft es beim Adidas-Konkurrenten rund - das zeigte sich gerade an den jüngsten Geschäftszahlen. Den Gewinn unterm Strich hat Puma im vergangenen Jahr auf 136 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Ähnlich rasant stieg das operative Ergebnis, das von 128 Millionen auf 245 Millionen Euro zulegte.

Airbus besiegelt A380-Deal mit arabischem Großkunden Emirates

Abu Dhabi/Toulouse (dpa) - Der für die Zukunft des Airbus-Riesenfliegers A380 wichtige Mega-Deal mit Emirates ist perfekt. Etwas mehr als drei Wochen nach der Unterzeichnung eines Vorvertrags besiegelte die arabische Fluggesellschaft jetzt eine feste Bestellung über 20 Exemplare des weltgrößten Passagierjets. Die in Abu Dhabi unterschriebene Vereinbarung mit dem europäischen Flugzeugbauer sieht zudem eine Kaufoption über 16 weitere A380-Maschinen vor, wie die Unternehmen am Sonntagabend mitteilten. Damit soll das A380-Programm bei deutlich heruntergefahrener Produktionsrate für ein Jahrzehnt gesichert sein. Ohne den Großauftrag von Emirates hätte Airbus die Herstellung des doppelstöckigen Flugzeugs in absehbarer Zeit einstellen müssen, wie der Konzern selbst Anfang des Jahres eingeräumt hatte.

Volkswagen-Kernmarke steigert Auslieferungen im Januar erneut

Wolfsburg (dpa) - Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw hat bei den weltweiten Auslieferungen einen starken Start ins neue Jahr geschafft. Insgesamt seien im Januar 533.500 Autos an die Kunden übergeben worden, teilte das Unternehmen am Montag in Wolfsburg mit - 7,1 Prozent mehr als im Januar 2017. In Deutschland, wo die Dieselkrise den Absatz im vergangenen Jahr belastet hatte, konnte VW die Zahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,3 Prozent auf 43.300 Autos steigern. Besonders profitierte die Marke rund um Golf, Passat und Tiguan mit einem Plus von 9,7 Prozent auf 296.900 Autos vom größten Einzelmarkt China. Marken-Vertriebschef Jürgen Stackmann sprach von einem «Schnellstart in unserem zweiten Heimatmarkt China». In Brasilien gelang ebenfalls ein deutlicher Zuwachs um 43,2 Prozent auf 23.900 Autos.

Dax unternimmt Erholungsversuch nach Talfahrt

Frankfurt/Main (dpa) - Die Erholung an der Wall Street hat am Montag auch den Dax angetrieben. Der deutsche Leitindex gewann am Nachmittag 1,72 Prozent auf 12.316,15 Punkte. Auch die anderen deutschen Indizes zeigten sich zum Wochenstart sichtlich erholt: Der MDax, in dem sich die mittelgroßen börsennotierten Unternehmen versammeln, stieg um 0,90 Prozent auf 25.255,93 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax um 2,09 Prozent auf 2.492,36 Zähler vorrückte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 1,52 Prozent auf 3.376,42 Punkte zu. Der Euro zeigte sich wenig bewegt bei 1,2243 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,2273 Dollar festgesetzt.

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