Nachrichten aus der Wirtschaft

Foto: epa/Srdjan Suki
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DÜSSELDORF/ZUG (dpa) - Die Modekette C&A sucht nach Wegen, ihr Wachstum in Boomregionen wie China und im lange vernachlässigten Online-Handel zu beschleunigen. Dazu würden auch Partnerschaften und und externe Beteiligungen geprüft, teilte die Schweizer Familienholding Cofra am Montag mit. Sie reagierte damit auf einen Bericht von «Spiegel-Online», wonach die Eigentümerfamilie Brenninkmeijer einen Verkauf des Modeunternehmens nach China plant. Das 1841 gegründete Familienunternehmen ist Deutschlands drittgrößter Textilhändler. Das Unternehmen hatte jedoch in den vergangenen Jahren mit großen Herausfordrungen zu kämpfen.

Keine Staatsrettung: Britischer Baukonzern Carillion wird abgewickelt

London (dpa) - Der britische Bauriese Carillion ist am Ende. Das Unternehmen beantragte am Montag seine sofortige Zwangsauflösung, nachdem Verhandlungen mit Banken und der britischen Regierung über eine Übergangsfinanzierung gescheitert waren, wie Carillion mitteilte. Der Konzern beschäftigt rund 20.000 Menschen in Großbritannien und erzielte 2016 einen Umsatz von 5,2 Milliarden Pfund (damals rund 6,1 Mrd Euro). Das Unternehmen ist nicht nur im Bausektor tätig, sondern bietet auch zahlreiche Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Wartung an. Dabei ist es ein großer Auftragnehmer der britischen Regierung.

Schwaches Russlandgeschäft belastet Metro

Düsseldorf (dpa) - Der Lebensmittelhändler Metro hat kaum vom wichtigen Weihnachtsgeschäft profitiert. Insgesamt stagnierten die Umsätze im vierten Quartal 2017 bei 10,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von gerade einmal 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Handelskonzern am Montag mitteilte. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte lag das Wachstum bei 1,5 Prozent. Vor allem in Russland liefen die Geschäfte zwischen Oktober und Dezember schlecht. Außerdem hätten sich die im Vergleich zum Vorjahr geringere Zahl an Verkaufstagen und die Verschiebung des chinesischen Neujahrsfestes negativ ausgewirkt, betonte das Unternehmen.

Euro-Stärke wird dem Dax gefährlich

Frankfurt/Main (dpa) - Der Eurokurs hat sich am Montag erneut als Belastung für den deutschen Aktienmarkt erwiesen. Marktexperten sehen in den nächsten Tagen sogar schon wieder die 13.000-Punkte-Marke im Dax gefährdet. Am Nachmittag sank der deutsche Leitindex bei vergleichsweise dünnen Handelsumsätzen um 0,32 Prozent auf 13.202,48 Punkte. Der MDax der 50 mittelgroßen deutschen Unternehmen gab um 0,56 Prozent auf 26.781,25 Punkte nach. Der Technologie-Index TecDax verlor 0,41 Prozent auf 2.652,89 Punkte. Der Euro legte weiter zu und stieg zuletzt auf 1,2278 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,2137 (Donnerstag: 1,2017) Dollar festgesetzt.

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