Nachrichten aus der Wirtschaft

Richard H. Thaler. Foto: epa/Henrik Montgomery
Richard H. Thaler. Foto: epa/Henrik Montgomery

STOCKHOLM (dpa) - Nobelpreisträger Thaler verbindet Wirtschaft und Psychologie. Der US-Ökonom Richard H. Thaler hat für seine Forschungen zur Psychologie wirtschaftlicher Entscheidungen den Nobelpreis bekommen. Er habe die Wirtschaft menschlicher gemacht, erklärte die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm. Thaler beschäftigte sich vor allem damit, dass viele Verhaltensweisen im Alltag nicht so «vernünftig» sind, wie man in seinem Fach lange annahm. Der Forscher habe so eine «Brücke zwischen der wirtschaftlichen und der psychologischen Analyse individueller Entscheidungsprozesse» geschlagen und ein neues Feld eröffnet. Thaler lehrt derzeit an der Universität Chicago. «Er hat uns neue Einsichten darüber gegeben, wie die menschliche Psychologie Entscheidungsfindungen prägt», sagte Jury-Mitglied Peter Gardenfors.

Bundesregierung erwartet von Airbus «vollumfängliche» Kooperation

Paris (dpa) - Die Bundesregierung erwartet vom Airbus-Konzern Aufklärung zum Korruptionsverdacht. Die laufenden Ermittlungen wollte das Wirtschaftsministerium am Montag in Berlin auf Anfrage zwar nicht kommentieren. Eine Sprecherin sagte aber: «Grundsätzlich gilt immer: Wenn es Vorwürfe gibt, muss ihnen intensiv nachgegangen werden.» Das sei auch hier nicht anders. Die Bundesregierung erwarte, dass Airbus «vollumfänglich mit den jeweils zuständigen Behörden kooperiert». Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern hat wegen Korruptionsverdachts Selbstanzeige erstattet. Airbus-Chef Tom Enders hat die Belegschaft bereits vor schwerwiegenden Folgen gewarnt. Deutschland, Frankreich und Spanien halten zusammen eine Sperrminorität an der Airbus-Gruppe.

Uniper sieht Fortum-Pläne weiter als «feindliche Übernahme»

Düsseldorf (dpa) - Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper sieht die Kaufofferte des finnischen Konkurrenten Fortum für knapp 47 Prozent des Unternehmens weiter als feindliche Übernahme. «Dies ist ein feindlicher Vorstoß von Fortum», hatte Uniper-Chef Klaus Schäfer vor wenigen Tagen gesagt. Daran habe sich nichts geändert, sagte ein Sprecher am Montag. Es gebe weiter keine festen Zusagen zur Zukunft des Unternehmens, nur allgemeine Absichtserklärungen über die Medien. «Ich erwarte jetzt, dass Pekka Lundmark seinen Ankündigungen Taten folgen lässt und schwarz auf weiß verbindliche Aussagen macht», sagte Schäfer erneut. Der Uniper-Betriebsrat fürchtet im Fall einer Übernahme um mehr als 1.000 der 13.000 Uniper-Jobs und hat bereits angedroht, beim laufenden 50-Millionen-Euro-Sparprogramm bei Uniper im Falle eines Verkaufs an Fortum die Mitwirkung aufzukündigen.

Dax bleibt unter Marke von 13.000 Punkten

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist der Hürde von 13.000 Punkten am Montag sehr nahe gekommen. Der Leitindex stieg im frühen Handel dicht unter 12.997 Punkte und trat dann am Nachmittag mit plus 0,04 Prozent bei 12.961,25 Punkten auf der Stelle. Um 0,28 Prozent auf 2.486,53 Punkte ging es zuletzt für den Technologiewerte-Index TecDax abwärts. Der MDax der mittelgroßen Werte sank zugleich um 0,49 Prozent auf 25.854,32 Punkte. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,10 Prozent vor. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,28 Prozent am Freitag auf nun 0,25 Prozent. Der Kurs des Euro bewegte sich nur wenig und wurde am Nachmittag zu 1,1744 US-Dollar gehandelt. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,1707 (Donnerstag: 1,1742) Dollar festgesetzt.

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