Rohingya droht nächste Katastrophe

Foto: epa/Abir Abdullah
Foto: epa/Abir Abdullah

COX'S BAZAR/BERLIN (dpa) - Hilfsorganisationen warnen vor katastrophalen Folgen der bevorstehenden Monsunzeit für die Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch.

Weil in den Lagern die provisorischen Unterkünfte aus Bambus und Plastikplanen auf gerodeten Hängen stünden, gebe es kaum Schutz vor Wind und Schlammlawinen, warnte die Organisation Ärzte ohne Grenzen in einer Mitteilung vom Dienstag. «Zehntausende könnten obdachlos werden. Latrinen drohen überzulaufen, Wasserstellen zu verunreinigen», hieß es weiter. Die medizinische Hilfsorganisation warnte auch vor dem Ausbruch von Durchfall, Typhus, Hepatitis, Malaria und Dengue-Fieber.

Fast 700.000 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya flüchteten seit vergangenem August vor Gewalt durch das Militär aus Myanmar in das Nachbarland Bangladesch. Sie leben zusammen mit etwa 300.000 zuvor geflüchteten Rohingya im südlichen Bezirk Cox's Bazar, auf engem Raum unter schlimmen hygienischen Bedingungen.

Der Monsun bringt jedes Jahr heftigen Regen und starken Wind nach Südasien. Im armen, extrem dicht besiedelten Bangladesch sorgt er oft für zahlreiche Todesfälle. Die Monsunzeit dauert in der Regel von Juni bis September, aber bereits im April kann es zu ersten Regenfällen kommen. Neben Ärzte ohne Grenzen warnen daher auch andere Hilfsorganisationen, die in den Flüchtlingslagern aktiv sind, vor den Folgen für die Rohingya.

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Leserkommentare

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Detlef Karg 22.03.18 12:04
Rohingyas
Wie aurel aurelis am 21.03.18 21:24 schreibt, dass sich die Saudis und die anderen Oelstaaten mehr um ihre Glaubensbrueder kuemmern sollten, das sehe ich auch so, warum immer der Westen, die sitzen doch auf ihren Milliarden, also hoch mit eueren Hinter und macht die Milliarden frei.
aurel aurelis 21.03.18 21:24
Helfen statt missionieren
Die Araber vom Golf, allen voran die Saudis sollen helfen, statt missionieren. Muslime missionieren überall in Süd-Ost-Asien sehr intensiv. Die in ganz Thailand mit Geld vom Golf gebauten Moscheen stehen in keinem Verhältnis zum Bevölkerungsanteil. Es sind Missionsstationen. Schon in 2011 erlebte ich in Chiang Mai abends um den Nachtmarkt Gruppen von jungen Mädchen mit Kopftuch aber verlockendem Dekollté. Sie luden junge Männer zum Besuch in die Moschee ein. Von den nicht muslimisch geprägten Ländern hat Thailand Jahr für Jahr die meisten Toten durch muslimischen Terror. Oft wird behauptet, die meisten Opfer seien Muslime trifft vielleicht für die Zivilisten zu. Insgesamt stimmt es nicht. Es werden immer wieder Polizisten und Soldaten, meistens eine ganze Jeepbesatzung getötet. In Thailand beruhigt das Militär die Situation, sonst gäbe es wahrscheinlich auch Pogrome. Die Leute erleben ja das Beispiel der islamistischen Pogrome in Malaysia und in Indonesien, vor allem in der Provinz Aceh gegen Buddhisten und Christen. Kalkköpfe wie der Kientzle schreiben immer noch in Indonesien herrsche ein liberaler Islam!
Dracomir Pires 21.03.18 17:07
Die Moslems in vielen Ländern ...
... sitzen auf viel Oel und haben auch sonst das Geld, um zu ihren Glaubensbrüdern in Bangladesch zu schauen. Dies ist NICHT das Problem von uns Westlern!