Niki: Lauda sieht Vorteile auf seiner Seite 

Foto: epa/Wolfram Kastl
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KORNEUBURG (dpa) - Im Rennen um die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki gibt es aus Sicht von Airline-Gründer Niki Lauda gute Gründe für einen Zuschlag an ihn. Er könne wegen des Luftverkehrsbetreiberzeugnisses (AOC) seiner Fluggesellschaft Lauda Motion Niki binnen weniger Wochen wieder in die Luft bringen, sagte Lauda der Wiener Zeitung «Kurier» (Sonntag). Die IAG-Tochter Vueling brauche dagegen ein neues Betreiberzeugnis, was mindestens drei Monate dauere. «Niki muss aber im März schon fliegen, wenn der Sommerflugplan beginnt.»

Ein Gläubigerausschuss am Landgericht Korneuburg will am Montag entscheiden, ob es beim Zuschlag für den britisch-spanischen IAG-Konzern bleibt oder ein anderer Bieter die Airline übernehmen darf. Die Billigfluggesellschaft Ryanair war an Teilen von Niki interessiert.

Der Ex-Rennfahrer, der seit Jahrzehnten im Luftfahrtgeschäft ist, bietet nach eigenen Worten zusammen mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook (Condor). «Ich brauche einen operativen Partner, um im März fliegen zu können», sagte der 68-Jährige weiter.

Schuld am juristischen Tauziehen sei die Niki-Geschäftsführung, die in Deutschland den Insolvenzantrag gestellt habe, sagte Lauda. Wäre die Insolvenz gleich in Österreich angemeldet worden, wäre das Problem längst gelöst. Das letzte Wort zur Rechtmäßigkeit des Insolvenzantrags in Deutschland liegt beim Bundesgerichtshof.

Die IAG hatte 20 Millionen Euro für Niki geboten und zusätzlich einen Kredit von 16,5 Millionen Euro für den Weiterbetrieb der Airline gegeben. Bei Niki waren zuletzt etwa 1000 Mitarbeiter beschäftigt.

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