Kurz gefragt: Peter Schlegel

PATTAYA: Peter Schlegel wurde zum neuen Präsidenten des deutschsprachigen Rotary-Clubs Phönix Pattaya (RCPP) ernannt und darf in diesem Jahr gleich auf mehrere Jubiläen zurückblicken, privater sowie beruflicher Natur. Der Schweizer machte sich als freiberuflicher Fotograf für verschiedene Presse- und Fotoagenturen einen Namen, unter anderem lieferte er Bildmaterial mit den Schwerpunkten Städte, Landschaften, Luftaufnahmen, Theater und Konzerte an Ringier, Keystone Press sowie die Bildagentur Prisma. Die letzten 10 Berufsjahre in der Heimat arbeitete er als Hausfotograf am Opernhaus Zürich, bevor er zur Jahrtausendwende nach Thailand auswanderte, wo er nach verschiedenen Tätigkeiten vor 10 Jahren zusammen mit mehreren Partnern das bekannte Internet-TV-Portal ShareTV gründete, den Vorläufer des heutigen GlobalTV/ GlobalHDTV. Mit seinem 70. Geburtstag, feiert er in diesem Jahr ein weiteres Jubiläum. DER FARANG unterhielt sich mit dem neuen Rotary-Präsidenten über die Ziele und Projekte des Clubs.

Herr Schlegel, auch der RCPP feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Was ist für das Jubiläumjahr geplant?

Wir werden das Clubjubiläum im Januar 2018 mit einer großen Wohltätigkeitsveranstaltung zelebrieren, eventuell zusammen mit anderen in der Region ansässigen Rotary-Clubs.

Wie setzt sich der RCPP zusammen?

Hauptsächlich aus deutschsprachigen Geschäftsleuten, die in Thailand leben. Ein Teil ist noch beruflich aktiv, die anderen genießen ihren Ruhestand.

Wie finanziert sich der Club?

Aus Mitgliederbeiträgen. Unsere sozialen Projekte finanzieren wir mit Sponsorengeldern, zum Teil unserer eigenen Mitglieder, zum anderen Teil von externen Firmen und Privatpersonen. Zudem erhalten wir substantielle Zuwendungen von unserem Schwesterclub – dem Rotary-Club Hongkong Süd. Und für eines unserer größten Projekte erhalten wir große Unterstützung durch den mit uns befreundeten Lions-Club Phoenix, ebenfalls in Hongkong ansässig.

Sie wurden auch für das kommende Rotary-Jahr zum Präsidenten des Clubs bestimmt. Welche Erfahrungen durften Sie im ersten Amtsjahr sammeln?

Das erste Amtsjahr hatte ich unvorhergesehener Weise angetreten und ich war noch stark beruflich eingebunden. Doch ich nutzte die Zeit, mich einzuleben, die Teilnahme an verschiedenen Ausbildungskursen ermöglichte mir zudem einen guten Einblick hinter die Kulissen dieser weltweit tätigen Riesenorganisation. Heute gibt es rund 34.000 Clubs in 166 Ländern mit ca. 1,2 Millionen Mitgliedern. Sie leistet Beeindruckendes, zum Beispiel zusammen mit der Gates-Stiftung im Kampf gegen Kinderlähmung. Verteilt über die nächsten Jahre, bringt die Gates-Stiftung eine Milliarde US-Dollar auf, Rotary 500 Millionen US-Dollar. Jedes Mitglied leistet auch dazu einen jährlichen Beitrag an die Dachorganisation.

Welche Ziele haben Sie sich für das kommende Rotary-Jahr auf die Fahne geschrieben?

Neben der Weiterführung unserer laufenden sozialen Projekte, wie z. B. Dr. Seurs Anti-HIV-Kampagne Heartt 2000, liegt uns unser neuestes Projekt besonders am Herzen, der vorgesehene Ausbau der Take-Care-Kids-Stiftung. Sie bietet sexuell missbrauchten und misshandelten Kindern sowie deren Müttern Unterkunft und Schutz. Weiter wird ihnen eine schulische und berufliche Ausbildung ermöglicht.

Wird auch die beliebte Vortragsreihe fortgeführt?

Ja, wir sind bereits dabei, geeignete Referenten mit Themen zu rekrutieren, die von allgemeinem Interesse sind. Wir nehmen auch gerne entsprechende Anfragen entgegen. Nicht inte­ressiert sind wir hingegen an Werbeveranstaltungen.

Was ist für Sie persönlich das Schöne, sich in der Rotary-Gemeinschaft zu engagieren?

Ich habe die letzten Jahre viel zu viel auf meinem Stuhl hinter dem PC verbracht, nun komme ich wieder vermehrt unter interessante Leute. Nicht nur im eigenen Club, sondern wir besuchen auch regelmäßig andere Clubs in Thailand und natürlich unsere Freunde in Hongkong. Zudem dient das Engagement einem guten Zweck. Ich habe fast immer auf der Sonnenseite des Lebens gestanden – mit 70 ist es höchs­te Zeit etwas zurückzugeben.

Wie kann man im RCPP Mitglied werden?

Neben einem sauberen Leumund ist Hauptvoraussetzung, sich persönlich engagieren zu wollen, nicht nur finanziell. Das ist zwar erwünscht, hat aber nicht oberste Priorität. Wir brauchen aktive Leute, die unsere Projekte vor Ort betreuen und auch administrative Arbeiten von zu Hause aus erledigen. Wer dazu bereit ist kann sich gerne bei mir melden, E-Mail: president@rotary-phoenix-pattaya.org.

Gibt es auch Verpflichtungen?

Ja, die Mitglieder sind angehalten, regelmäßig zu den wöchentlichen Treffen in unserem Stammhotel Holiday Inn Pattaya zu erscheinen. Bei längeren Abwesenheiten können sie sich jedoch abmelden und ihre Besuchsverpflichtungen bei anderen Klubs tätigen. Aber wir möchten doch vermehrt Mitglieder, die überwiegend hier leben.

Ihr Abschlusswort an die FARANG-Leserschaft:

Wir brauchen nicht noch mehr Religion, Vorschriften und Gesetze, sondern mehr Ethik. Daran bin ich am arbeiten – auch an mir selbst. Rotary bietet genau dafür viele Möglichkeiten.

Weitere Infos: http://rotary-phoenix-pattaya.org.

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