Krätze quälte Strafgefangene

Foto: Gruber
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KOH SAMUI: Ein Kommando von Kammerjägern musste Ende August im Provinzgefängnis von Koh Samui anrücken.

Wie jetzt von der Gefängnisdirektorin bestätigt, hatten sich mehr als 100 Strafgefangene und Untersuchungshäftling die Krätze eingefangen. Einige Fälle mussten zur Behandlung ins Staatliche Krankenhaus in Nathon gebracht werden – für die ‚normalen Patienten‘ boten die mit Fußketten von Wärtern vorgeführten Häftlinge ein obskures Bild. Mittlerweile sei die Lage wieder unter Kontrolle, sagte Gefängnischefin Yingpinyo Moraphan. Die Matratzen seien chemisch behandelt worden und die Bekleidung ausgekocht und gewaschen. Übertragen worden sei die unangenehme Hautkrankheit von Verhafteten, die offensichtlich die Milben eingeschleppt hatten, vermutete die Direktorin.

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Leserkommentare

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Hansruedi Bütler 07.09.17 12:43
Lieber Herr Wenz
Ich schrieb: "Die Behandlung / Bekämpfung muss systemisch erfolgen". Zecken wechsel, wenn sie genügend Blut saugen können, NICHT ihren Wirt. Zecken und Milben sind, obwohl beides Spinnen-Tiere, zwei Paar Stiefel. Ich will Ihre Errungenschaft keinesfalls schmälern oder dementieren. Unsere Versuche mit Repellentien durch Veterinären, haben Resultate ergeben, die durch die Stiftung Warentest weitgehend bestätigt wurden. "Die abschreckende Wirkung von ätherischen Ölen ist allerdings nur kurz, vor allem wenn sie in Verdünnung eingesetzt werden. Die Stiftung Warentest testete unter anderem fünf Repellentien, deren Hauptwirkstoffe Mischungen aus ätherischen Ölen waren. Die Mittel waren entweder vollkommen unwirksam oder schützten durchschnittlich weniger als eine Stunde. Ein Mittel mit Geraniol schützte je eine bis drei Stunden vor Befall, ein weiteres mit einer Mischung aus ätherischen Ölen eine bis gut zweieinhalb Stunden. Absolut keine Wirkung (gegen Milben) zeigten Oliven- oder Kokosöl. Möchten Sir trotzdem mit "Ihren Ölen" weiterarbeiten, so empfehle ich Ihnen ein Spreitmittel zuzumischen. Siehe z.B.: Isopropylmyristat ist eine Ölkomponente, die in der Kosmetik als Spreit- und Rückfettungsmittel sowie als Lösungsvermittler eingesetzt wird. Ein Spreitmittel sorgt für eine gute Verteilung eines Öles oder Fettes auf Haut u. Haar. Es ist gut verträglich und dringt leicht in die Haut ein. Verwendung findet es u.a. in Hautcremes, Insektenschutzöl, Sonnenschutzöl, Lippenstiften u. Ä.
Wieland Wenz 03.09.17 22:13
Lieber Herr Meier, auch Menschen, die viel wissen,
... sind im Vorteil, wenn sie lesen koennen. Ich habe nicht die Zoonose mit Oel verhindert, sondern den Befall eines Tieres mit Erfolg bekaempft. Ich habe auch nicht die Haut eingeoelt sondern das Oel in das Fell eingerieben und das auch nicht vollstaendig. Ich denke die Tiere, die auf dem Hund sich bewegt haben, haben sich ueberall selbst an den Haaren eingeoelt, bzw. wurden schon von dem Geruch abgeschreckt. Ich habe das gerade bei einem riesigen Am.Pitbull gemacht. Der hatte grob geschaetzt an die 200 Zecken u.a.. Man hatte ihn und seinen Ruheplatz mit einem "Schweinemittel" behandelt, woran er wohl fast verreckt waere. Ich habe ihm in einer Woche 3mal die eingeoelten Haende ins Fell gerieben. Der vorher stark abgemagerte Hund, war zeckenfrei, war wieder selbstbewusst und (ich habe ihn auch gefuettert) sah wieder blendend aus. Er wollte sogar wieder spielen! Merkwuerdig war, es waren in dieser Werkstatt 7 Hunde, aller "Rassen" und in jedem Alter. Ohne zu suchen ist mir bei keinem der anderen Tiere eine Zecke aufgefallen.
michael meier 03.09.17 11:33
Wissen
Finger weg bei Hansruedi Bütler bei allem was mit Physik , Chemie und Biologie zu tun hat . Der Kerl weiß einfach zu viel ! :-)) Schön Tach
Hansruedi Bütler 03.09.17 09:47
Zoonosen - Krätze (Skabies)
@Wieland Wenz Lieber Herr Wenz, bei den Zoonosen kennt man ca. 200 Erkrankungen. Keine von denen kann mit Oliven- oder Kokosöl verhindert werden. Die Krätze wird vorwiegend durch Milben übertragen. Die so auch von Lebewesen zu Lebewesen wandern und diverse unangenehme Infektionen auslösen. Die Räude bei Tieren ist mit der Krätze direkt verwandt und wird ebenso durch diverse Milben Arten ausgelöst. Ein Zusammensein vieler Menschen oder Tiere fördert die Übertragung und somit die Infektionsgefahr. Diese spezielle Art der Spinne-Tiere ist gegen viele Chemikalien äußerst resistent. Die Behandlung / Bekämpfung muss systemisch erfolgen. Es ist NICHT möglich Mensch oder Tier so "SATT" einzuölen, dass den Milben den Garaus gemacht werden kann. Das "Versticken" der Haut würde dann zum Tode des Lebewesens führen. Darum ist diese Art der Behandlung auch in keinem "seriösen" Werk zu finden. Eine partielle Behandlung mit Ölen führt praktisch immer zum Abwandern der Askariden hin zu weniger beölten Stellen. Das einzige mir bekannte "Nicht-Insektizid" mit einer gewissen Wirkung ist Benzylbenzoat, also ein Ester der Benzoesäure mit Benzylalkohol, dem bei Bedarf Öl beigemischt werden kann. ALLE anderen wirksamen Mittel sind Insektizide angefangen bei Permethrinsalbe bis zu den Neurotoxinen aus der Gruppe der Avermectine.
Wieland Wenz 02.09.17 07:45
Lieber Herr Bull,
ICH habe mich ueber Zoonose und Skabies kundig gemacht. Ich habe uebrigens gute Erfolge mit Kokosoel (Olive-, ... geht auch), mit dem ich das ganze Fell der Tiere einreibe. Das moegen vor allem die maennlichen Milben ueberhaupt nicht. Das ist auch meine Wunderwaffe bei Zecken. Auch bei Hunden mit "wasserdichtem" Fell wie zB Labrador. Ich bin mir aber sicher, in Gefaengnissen ist die Ratte das Hauptproblem, da fuer die , die Gitterstaebe zu weit auseinander sind. Diese "Freigaenger"bringen immer wieder Nachschub. Frischgeriebene Muskatnuss haelt die Wanderratte vom Wandern ab.