Koh Tao leidet am schlimmsten unter Monsun

Dauerregen auf Urlaubsinseln im Archipel Koh Samui hält an

Die Taucherinsel Koh Tao nördlich von Koh Samui hat es hart erwischt: Strandorte standen mehr als einen Meter unter Wasser, aber es gibt noch keine konkreten Berichte zu tatsächlichen Schäden.
Die Taucherinsel Koh Tao nördlich von Koh Samui hat es hart erwischt: Strandorte standen mehr als einen Meter unter Wasser, aber es gibt noch keine konkreten Berichte zu tatsächlichen Schäden.

KOH SAMUI: Regen, Regen und kein Ende: In den Urlaubsgebieten Koh Tao, Samui und Koh Phangan hat sich nach Dauerregenfällen die Lage wieder verschlimmert. Vor allem die Taucherinsel hat es nach Berichten von Augenzeugen wohl schwer erwischt – über soziale Netzwerke werden Fotos von total überschwemmten Strandorten gepostet, und noch ist keine Entspannung in Sicht.

Ein deutscher Tauchlehrer aus Koh Tao berichtete heute nach einem Besuch in der Provinz Chumphon, dass auch dort mittlerweile die Situation dramatisch sei. Andauernder stundenlanger Starkregen sorgte für chaotische Zustände und viele fühlen sich an die Monsun-Katastrophe am 5. Dezember 2016 erinnert. Auch damals hatte es die Urlaubsregionen im Golf von Thailand wochenlang überschwemmt und auf dem Festland in sieben Provinzen musste der nationale Notstand ausgerufen werden.

Auf Koh Samui staute sich am heutigen Dienstag das Wasser an den Ringstraßen und in tiefer gelegenen Gebieten war kaum mehr ein Durchkommen. Immer wieder sorgten Dauerregenfälle für eine neuerliche Verschärfung einer sich gerade erst entspannenden Lage. Bürgermeister Ramnate Jaikwang sagte auf Anfrage, man bereite sich diese Nacht auf das Schlimmste bevor. Die Wetterberichte der Meteorologen in Surat Thani seien nicht beruhigend und man müsse für den Notfall gewappnet sein.

Ein neues mächtiges Monsuntief hat sich seit gestern Abend im südlichen Golf von Thailand breit gemacht und die Bewohner zwischen Prachuap Khiri Kan und Nakhon Si Tammarat hoffen, dass anhaltender Niederschlag nicht noch zusätzliche Sturzfluten aus den höheren Lagen und den Bergen in die Wohngebiete an der Küste spült. Bereits jetzt sind in mehreren Provinzen Schulen komplett geschlossen worden und manche Ortschaften sind seit Tagen nur noch per Boot erreichbar.

Morgen soll es nach dieser mit Bangen erwarteten Nacht eine neue Bestandsaufnahme der Schäden geben sowie eine Einschätzung der Gesamtlage in den südlichen Provinzen Thailands. Auf Koh Samui sprach Bürgermeister Jaikwang von einer ‚noch kontrollierbaren Situation‘ – dennoch seien Hunderte von Katastrophenhelfer in Alarmbereitschaft.

Erst zum Ende dieser Woche erwarte man eine Beruhigung der Wetterlage und ein Nachlassen der Dauerniederschläge, so der Bürgermeister nach Rücksprache mit dem Wetteramt in Surat Thani. Er habe weiterhin die Hoffnung, dass sich die Vorjahreskatastrophe nicht wiederhole. Die erschreckenden Bilder von Koh Tao hatte Ramnate Jaikwang da noch nicht gesehen.

Fotos: Facebook
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Leserkommentare

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Norbert Kurt Leupi 07.12.17 21:56
Kein Problem /Herr W.Wenz
Richtig ,Herr Wenz ! Heute hat`s in meiner Gegend mal nicht " geschifft " ! Wie`s morgen aussieht , weiss man noch nicht ! Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens !
Wieland Wenz 07.12.17 21:15
20l/m² in 24h sollten kein Problem sein
@Leupi, natuerlich ist weiter Regenzeit, aber rd 20l/m² gestern und heute, sind wirklich kein Grund zur Sorge. Hochwasser hat es sicher keines mehr, zumal gerade die Flut taeglich zurueckgeht und auch Windwellen hat es immer weniger! Auch die Regenwahrscheinlichkeit ist auf 20-30% gesunken. DAS soll aber so bis Ende Dezember weitergehen. Ab 15./16.12. koennte es nochmal kritisch werden. An der oberen AndamanKueste war es heute schon wieder viel zu heiss und hatte gestern und heute schoene Sonnenuntergaenge.
Norbert Kurt Leupi 06.12.17 15:11
Es hat sich beruhigt / Herr W.Wenz
Geehrter Herr Wenz , im Gegenteil ,es giesst wie aus Kübeln in Lamae und Langsuan ! Also keine Beruhigung !
Wieland Wenz 06.12.17 07:14
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!
Aber es hat sich ueberall beruhigt (Niederschlaege). Ich glaube, es ist fuer dieses Mal vorbei! Noch mal etwas zu der Stromversorgung, weil es mir auf dem Bild aufgefallen ist. In BKK will man die Stromkabel jetzt in den Boden verlegen. Mitten in dem Bild, wo der Mann laeuft, ist ein Transformator auf den beiden hohen Masten, hochwasserfrei. DAS muss er natuerlich auch bleiben, sonst wird der Strom abgeschaltet. Hausanschluesse (siehe auf dem Bild naechster Mast; Starkstromanschluss) sind in TH auch hochwasserfrei bis etwa 1,60m. Das muss auch alles so bleiben, wenn die Kabel in die Erde kommen. Auch stationaere Steckdosen und Schalter in den Haeusern liegen sehr hoch. In einigen Neubaugebieten in den Haengen von Samui gibt es bereits Erdkabel. Hochwasser wird es da nicht geben.
Wieland Wenz 06.12.17 04:21
Noch weiter Daumen halten!!
In Samui hatte es jetzt 9 Std kein Regen! In Chumphon leider unveraendert. Das Gute ist, mit der Ebbe verschwindet auch das Hochwasser wieder. Und Ebbe war jetzt gerade. Die naechste hohe Flut ist um 10 Uhr. Im tiefen Sueden hat es nur noch unwesentlich geregnet.