King Power soll 17 Milliarden Baht zu wenig abgeführt haben

Archivbild: The Nation
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BANGKOK: Charnchai Issarasenarak will am heutigen Freitag den Duty-Free-Anbieter King Power International anzeigen, 17 Milliarden Baht von den Einnahmen auf Flughäfen nicht an den Staat abgeführt zu haben.

Charnchai ist ein Politiker der Demokratischen Partei und derzeit stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses gegen Korruption beim Lenkungsgremium für Reformen. Er hatte bereits die Bangkoker Stadtverwaltung und den ehemaligen Bangkoker Gouverneur Sukhumbhand Paribatra wegen Unregelmäßigkeiten angeklagt.

King Power, so sein Vorwurf, soll anstatt der im Konzessionsvertrag von 2006 vereinbarten 15 Prozent der Einnahmen aus dem Duty-Free-Geschäft mit Zustimmung von Mitarbeitern des Flughafenbetreibers Airports of Thailand (AoT) nur 3 Prozent an den Staat abgeführt haben. AoT-Präsident Nitinai Sirisamatthakarn hat die Anschuldigungen bereits als falsch zurückgewiesen, King Power habe die Zahlungen korrekt geleistet. Charnchai Issarasenarak hatte bereits in der Vorwoche eine ähnlich gelagerte Anzeige gegen King Power erstattet.

King Power International besitzt der englischen Fußball-Erstligisten Leicester City und neuerdings den belgischen Zweitligisten Oud-Heverlee Leuven.

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 15.07.17 09:54
Herr Hunn, Voraussetzung für Steuernahmen
ist in erster Linie eine Infrastruktur, die sämtliche Lebensbereiche umfaßt. Ein Beispiel: Gestern saß im Bus nach Phuket ein Ausländer vor mir, der den Geldkassierer, nachdem er das Fahrgeld zahlte, nach einem "Ticket" fragte. Das Gesicht des Schaffners hätte ich gerne fotografiert, denn der kannte das Wort gar nicht. Über die "Schwarz Vermietung" von Wohnräumen ist lange nichts mehr berichtet worden, so dass davon auszugehen ist, dass alle Vermieter sich jetzt beim Finanzamt angemeldet haben.
Hermann Hunn 14.07.17 21:27
Wie kleinlich ???
Nein Herr Obermeier, alles muss man nicht nachmachen, aber was spricht gegen eine Übernahme von positiven Eigenheiten? Ich denke da an funktionierende Kläranlagen, Müllverwertung, Gesundheitswesen, Trinkwasser- und Energieversorgung, die flächendeckend wohl nur dank Steuereinnahmen zu Gunsten der Gemeinwesen funktionieren.
Mike Dong 14.07.17 16:06
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Wenn überhaupt dann: Leicester City - gesprochen Lester City.
michael meier 14.07.17 13:59
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Statt zum Finanzamt überweist King Power die Kohle nach England zum Lancester City F.C.
Joerg Obermeier 14.07.17 11:22
Wie kleinlich!
Muss man denn alles aus Europa nachmachen? Da wird beispielsweise Hartz4 Beziehern Gelder wegen Nichtigkeiten gekürzt und Cum-Ex-Betrüger im Milliarden-Euro Bereich passiert gar nichts. Wie soll King Power auch Fußballvereine weit weg finanzieren können, wenn so Erbsenzähler korrekte Abgaben einfordern?