Keine Erste Hilfe für Boyscout-Sänger

Foto: The Nation
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UPDATE - BANGKOK: Der Sänger der Band „Boyscout", Thanat Chimthuam, der am Freitagabend während eines einstündigen Konzerts in der „Color Bar“ im Stadtteil Wang Thonglang an einem Herzversagen starb, erhielt keine lebensrettende Herz-Lungen-Wiederbelebung (HWL) oder Herzdruckmassage innerhalb der entscheidenden vier Minuten nach seinem Zusammenbruch.

Dr. Atchariya Paengma, Generalsekretär des Emergency Medicine Institute, sagte zu dem tragischen Tod des unter dem Künstlernamen „Joy Boyscout“ bekannten Sängers gegenüber der Zeitung „The Nation“, in einem Videoclip ist zu sehen, dass seine Bandmitglieder keine Erste Hilfe leisteten, in der Annahme, „Joys“ Zusammenbruch sei nur ein Scherz. Erst einige Minuten später realisierten sie den lebensbedrohlichen Zustand ihres Freundes und alarmierten Rettungskräfte der Por-Tek-Tueng-Stiftung, die ca. 30 Minuten später in der „Color Bar“ eintrafen. Während dieser Zeit wurde keine notwendige und lebensrettende Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt. Nach einem letzten tiefen Atemzug wurde der Sänger bewusstlos.

Dr. Atchariya erklärte weiter, dass bei Anzeichen für Atemlosigkeit oder Atemnot, bei Bewusstlosigkeit sowie bei einem Herzinfarkt, unbedingt innerhalb von vier Minuten Sofortmaßnahmen, wie eine HWL oder Herzdruckmassage, eingeleitet werden müssen sowie die Notrufnummer 1669 anzurufen ist, um ein Notfallteam anzufordern. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung muss solange fortgeführt werden, bis Rettungskräfte die Notfallbehandlung übernehmen oder der Patient wiederbelebt wurde. Falls vor Ort ein automatisierter externer Defibrillator zur Verfügung steht, sollte auch dieser zum Einsatz kommen, fügte Dr. Atchariya hinzu.

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