Kambodscha schiebt Taiwanesen nach Peking ab

Foto: epa/Kith Serey
Foto: epa/Kith Serey

PHNOM PENH (dpa) - Kambodscha hat vier Bürger aus Taiwan trotz Protesten in die Volksrepublik China abgeschoben. Das Innenministerium in Phnom Penh begründete dies am Mittwoch damit, dass das Land keinerlei diplomatische Beziehungen zu Taiwan habe. Taiwans Regierung legte Protest ein.

Das südostasiatische Königreich Kambodscha ist eng mit China verbunden, das Taiwan als eine seiner Provinzen betrachtet. Auch die meisten anderen Länder der Welt kennen Taiwan (auch: Republik China) als eigenen Staat nicht an. Nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 in China waren die nationalchinesische Regierung und ihre Truppen nach Taiwan geflohen.

Die vier Verdächtigen gehörten zu einer Gruppe von insgesamt 24 Chinesen, die Leute damit erpresst haben sollen, anzügliche Fotos ins Internet zu stellen. Ein Dutzend Verdächtige - sowohl Frauen als auch Männer - wurden bereits abgeschoben. Der Rest, darunter drei weitere Taiwanesen, soll nach einem Bericht der Tageszeitung «Cambodia Daily» (Donnerstag) am Samstag in die Volksrepublik gebracht werden.

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