ISA will Bitcoin-Verbot an Börse

Foto: epa/Sascha Steinbach
Foto: epa/Sascha Steinbach

TEL AVIV (dpa) - Die israelische Finanzmarktaufsicht (ISA) will ein Handelsverbot von Firmen an der Tel Aviver Börse durchsetzen, die mit Cyberwährungen wie Bitcoin Geschäfte machen. Aufsichtschef Schmuel Hauser sagte nach Angaben des Wirtschaftsblatts «Calcalist» vom Dienstag, man werde der ISA-Versammlung kommende Woche einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.

«Solange es keine Regulierung gibt, werden wir dafür sorgen, dass Unternehmen, deren Geschäftsmodell vor allem auf Cyber-Währungen basiert, nicht an die Börse gehen können», sagte Hauser. Bereits notierte Unternehmen sollten mit einem Handelsverbot belegt werden, «bis wir einen passenden regularischen Rahmen finden».

«Ich glaube, dass der Bitcoin-Preis eine Blase ist», erklärte Hauser, der am Montag auf einer Wirtschaftskonferenz sprach. Er warnte vor gefährlichen Preisschwankungen. «Die Öffentlichkeit hat keinen Schutz bei Investitionen in digitale Währungen.»

Israels Finanzministerium und die Zentralbank erwägen nach Medienberichten die Herausgabe einer eigenen digitalen Währung als Reaktion auf den Bitcoin-Hype. Der Krypto-Schekel solle unter anderem Steuerhinterziehung erschweren, schrieb die «Jerusalem Post».

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Leserkommentare

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Rene Mayenzet 28.12.17 14:36
Die Finanzwelt bekommt die Hosen voll..
Die Finanzwelt bekommt die Hosen voll.. von dem Bitcoin, jetzt will man Firmen bestrafen, weil man die Kontrolle verliert über die Finanzen. Man hat den Zug verpasst, aber schuld sind natürlich die anderen, einfach beschämend diese Mafia!