Indonesien schickt Hilfsgüter zu Rohingya nach Bangladesch

Foto: epa/Adi Weda
Foto: epa/Adi Weda

JAKARTA (dpa) - Indonesien hat am Mittwoch einen ersten Transport von Hilfsgütern nach Bangladesch geschickt, um Hunderttausende muslimische Flüchtlinge aus Myanmar zu unterstützen. Die vier Transport-Flugzeuge brachten insgesamt 34 Tonnen - vor allem Lebensmittel, Zelte und Kleidung - in das südasiatische Land. Präsident Joko Widodo kündigte am Mittwoch an, dass kommende Woche ein weiterer Transport folgen werde. Zudem soll Bangladesch, einer der ärmsten Staaten der Region, auch Geld zur Verfügung gestellt werden.

Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Bei den 370.000 Flüchtlingen, die sich nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile in Bangladesch aufhalten, handelt es sich fast ausnahmslos um Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya. Die Rohingya werden von Myanmar nicht als Staatsbürger anerkannt. Die Vereinten Nationen sprechen mittlerweile von «ethnischer Säuberung».

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Leserkommentare

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Dracomir Pires 14.09.17 13:55
In Indonesien werden die Christen verfolgt
Das überwiegend moslemische Land setzt sich im Gegenzug für seine Glaubensbrüder im Ausland ein. Ist das nicht offener Rassismus? Wenn Indonesien wirklich etwas zur Beruhigung der Lage in Myanmar beisteuern wollte, dann würde es die Rohingyas in sein Riesenreich aufnehmen.