Im Süden: Entführung, zwei Tote und eine Explosion

Foto: The Nation
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SONGKHLA: Zwei Menschen starben nach dem Diebstahl von fünf Pick-ups, dem eine Entführung, Schusswechsel, eine Explosion und die Entschärfung einer Bombe folgten.

Das Drama begann am Mittwoch gegen 11 Uhr. Sechs bis sieben bewaffnete Männer stürmten in das Wangto Car Centre im Bezirk Na Thawi. Sie stahlen fünf Pick-ups und nahmen den Besitzer und drei Angestellte mit. Zwei Beschäftigte konnten wenig später fliehen, als die Bewaffneten ihre Geiseln erschießen wollten. Zwei wurden getroffen, einer erlag seinen schweren Verletzungen. Sicherheitskräfte stellten schließlich drei gestohlene Pick-ups. In einem der Eintonner lag eine Bombe, die sicher entschärft wurde. In einem weiteren Pick-up explodierte später in Pattanis Bezirk Nong Chik eine Bombe, 70 Kilometer von Na Thawi entfernt. Die Polizei vermutet, dass Aufständische die Eintonner gestohlen hatten, um sie als Autobombe zu nutzen.

Der Mitsubishi-Pick-up, mit dem die Bewaffneten zum Autozentrum gefahren waren, wurde auf der Seite liegend aufgegeben, nachdem Benzin ausgelaufen war. Währenddessen hatten Beamte ein anderes Fahrzeug verfolgt und gegen 14 Uhr auf die Insassen geschossen. Einer ergab sich, ein anderer wurde tödlich getroffen. In dem Pick-up fanden Polizisten eine Bombe in einem Kochgaszylinder. Ein herbeigerufenes Bombenentschärfungskommando konnte den Sprengstoff sicher entfernen. Gegen 16 Uhr fanden Polizisten einen weiteren gestohlenen Pick-up im Bezirk Khok Pho der Provinz Pattani.

In den folgenden Stunden suchten Soldaten und Polizisten nach weiteren bewaffneten Männern und deren Unterstützern, die den Aufständischen zugerechnet werden. Seit dem neuerlichen Ausbruch der Gewalt im Januar 2004 sind in den südlichen Provinzen Pattani, Yala und Narathiwat mindestens 6.800 Menschen ums leben gekommen.

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