Ganz am Rande

„Clean-up before erection“

Witzig: „Hau Hin“ statt „Hua Hin“ im Firmennamen.
Witzig: „Hau Hin“ statt „Hua Hin“ im Firmennamen.

Dass manche Thais ein kleines Problem mit der englischen Sprache haben, ist bekannt. Vielen, TV-Moderatorinnen ausgenommen, fällt es schwer, das „R“ auszusprechen. So auch bei der Begrüßung. Aus „Sawasdee khrab“ wird ein „Sawadee Khap“. Das mittlere „S“ in „Sawasdee“ wird nicht ausgesprochen, weil das Kehlkopf-„R“ im „khrab“ das Zungen-„S“ überrollen würde, was zu unschönen Gesichtszügen führt. Fakt ist, dass ihr „nice house“, das sie Khun O (oder Or) stolz zeigen, bevor sie mit ihrer Familie einzieht, ein „nei hau“ ist.

Aber es gibt auch Thais, die sich bemühen und das „R“ verwenden. So wurde vor einigen Monaten bei Neuwahldemonstrationen die Regierung aufgefordert, erstmal für Ordnung in den eigenen Reihen zu sorgen: „clean-up before erection“. Was so falsch nicht ist, wenn man die Zeitfolge ändert.

Sollten Sie selbst Auto fahren, aber weder Englisch noch Thai sprechen, hilft Ihnen Ihre thailändische Gefährtin gerne weiter, denn dank Ihrer Hilfe hat sie ja deutsch gelernt. Khun O (oder Or) kann aber leider aus den nun bekannten Gründen das Wort „rechts“ nicht aussprechen, dafür aber „links“, genauer: „link“. Also fahren Sie entweder stets link rum, oder Khun O (oder Or) sagt statt dessen „nich link“. „T“ kann sie auch nicht.

Aus „cashier“ wird schon mal „casheir“.
Aus „cashier“ wird schon mal „casheir“.

Bewegen wir uns auf Thailands Straßen, so finden wir die unterschiedlichsten Schreibweisen von Ortsnamen. Wir fahren also nach Phataya, obwohl wir nach Pattaya wollen. Schwieriger wird es, wenn wir Cha Am oder Cha-am oder chaam anstreben. Vorher finden wir die hilfreichen Hinweisschilder nach Petchburi (oder war es Phetchaburi?) und Prachuap Khiri Khan, auch als Pachuabkirikan oder Prachuab kirikahn bekannt.

Erreichen wir dann unseren Zielort, sind wir gewappnet und finden es witzig, wenn der Autowäscher in Hua Hin stolz seinen Firmennamen „Car Wash Hau Hin“ auf seinem Hemd präsentiert. Aber das haut hin, wir wissen Bescheid.

Ja, wir Farangs sind stolz darauf, unsere Gastgeber ungefragt eines Besseren zu belehren. Aber Vorsicht. Letztens schaue ich dank Internet einen Tatort-Krimi, in dem dieses polizeiliche Verhörprotokoll gezeigt wird:

Tja, ARD, clean-up before…

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